Bochum-Wattenscheid. Die Emschergenossenschaft hat im vergangenen Jahr den Wattenscheider Bach aus seinem trist-grauen Korsett befreit: Aus dem einst offenen und in Betonsohlschalen gefesselten Schmutzwasserlauf ist mittlerweile ein idyllisch fließendes Gewässer geworden. Im neuen Jahr erfolgt noch eine regionalgerechte Bepflanzung der nun naturnahen Uferbereiche. Die neue blaugrüne Infrastruktur will die Emschergenossenschaft entsprechend erleb- und erfahrbar machen – und das im wahrsten Sinne: Die neuen Radwege und Teile der Betriebswege entlang des Wattenscheider Baches werden ab zirka Frühjahr für die Öffentlichkeit geöffnet werden. In das Projekt zur Revitalisierung des Gewässers hat die Emschergenossenschaft rund 14,3 Millionen Euro investiert. Es ist ein echtes Multi-Projekt und ein gelungenes Beispiel dafür, wie Bauprojekte dank organisationsübergreifender Zusammenarbeit effektiv zusammengeführt und umgesetzt werden, um damit positive Effekte für die Bürgerinnen und Bürger zu erzielen. Großartiges gelingt, wenn Wasserwirtschaft und Städtebau Hand in Hand gehen. Weiterlesen
Emscher-Gebiet. Einer der größten Meilensteine in der Geschichte des Strukturwandels im Ruhrgebiet vollzog sich vor genau vier Jahren: Anfang 2022 konnte die Emschergenossenschaft nach 30 Jahren Bauzeit die vollständige Abwasserfreiheit in der Emscher verkünden. Mehr als 430 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen, vier moderne Großkläranlagen und drei gigantische Schmutzwasserpumpwerke waren in den drei Jahrzehnten zuvor gebaut worden, um das Abwasser nun endlich unterirdisch abführen zu können. Die Emscher, 170 Jahre lang ein offener Schmutzwasserlauf und zeitweise sogar der am stärksten verschmutzte Fluss Europas, führt mittlerweile wieder klares Wasser. Die Ergebnisse der seit 2022 erfolgten Gewässerüberwachung belegen, dass sich die frühere „Köttelbecke“ allmählich von den Folgen der Industrialisierung erholt. Erste positive Entwicklungen zeigen einen Rückgang von Schadstoffen und einen gleichzeitigen Anstieg des Sauerstoffgehalts auf – auch wächst die Artenvielfalt in dem geschundenen Fluss wieder an. Bis zur vollständigen Revitalisierung hat die Emscher aber noch einen langen Weg vor sich. Weiterlesen
Gelsenkirchen. Mit gleich mehreren Maßnahmen verbessert die Emschergenossenschaft gemeinsam mit der Stadt Gelsenkirchen ab Ende Dezember den Emscher-Weg. Unter anderem werden 1,1 Kilometer des beliebten Radwanderweges asphaltiert, um den Fahrkomfort zu erhöhen. Darüber hinaus werden Lücken in der Wegeführung geschlossen. Die Arbeiten dauern bis zirka Oktober 2026. In dieser Zeit kommt es stellenweise zu Umleitungen und Sperrungen. Weitere Informationen hierzu gibt es auf radrouten.eglv.de. Bürgerinnen und Bürger werden um Verständnis bei etwaigen Beeinträchtigungen gebeten. Weiterlesen
Bottrop. In den kommenden Jahren saniert die Emschergenossenschaft die Deiche an der Emscher, um auch künftig den Hochwasserschutz zu gewährleisten. Im Zuge von Vorarbeiten auf Bottroper Stadtgebiet werden Anfang 2026 Kampfmittelsondierungen zwischen der Bahnhofstraße und der Straße Lichtenhorst durchgeführt. Die Maßnahme findet vom 5. bis 16. Januar statt. Weiterlesen
Castrop-Rauxel. Im kommenden Jahr renaturiert die Emschergenossenschaft auf einer Länge von vier Kilometern die Emscher in Castrop-Rauxel. Im Zuge von vorbereitenden Maßnahmen finden im Januar und Februar Rodungsarbeiten zur Herrichtung der künftigen Baufläche statt. Die Emschergenossenschaft bittet um Verständnis für etwaige Beeinträchtigungen. Weiterlesen
Emscher-Lippe-Region. Die Feiertage stehen unmittelbar vor der Tür und alles wird zum Jahresende hin etwas ruhiger – auch bei Emschergenossenschaft und Lippeverband. Von Stillstand kann aber keine Rede sein, darf es auch nicht – denn an Emscher und Lippe muss auch in Zeiten der Ruhe und der Besinnlichkeit alles „im Fluss“ sein. Starkregen und Hochwasser kennen schließlich auch keine Feiertage! Über 1500 Kläranlagen, Pumpwerke, Regenwasserbehandlungsanlagen und Sonderbauwerke von Emschergenossenschaft und Lippeverband müssen daher nicht nur betrieben, sondern auch permanent überwacht werden. Doch wer macht das eigentlich an den Feiertagen? Ganz einfach: Die „BÜZ“ macht’s! Die Betriebsüberwachungszentrale von Emschergenossenschaft und Lippeverband ist 24 Stunden täglich und an 365 Tagen im Jahr besetzt. Sie sitzt in Bottrop und hat das gesamte Emscher-Gebiet von Holzwickede bis Duisburg/Dinslaken sowie das Lippe-Gebiet von Lippborg bis Wesel im Blick. Weiterlesen
Castrop-Rauxel . Zur Sicherung des Hochwasserschutzes führt die Emschergenossenschaft ab heute Rodungsarbeiten im Bereich ihrer Regenrückhaltebecken an der Fuckmühle, Dorlohstraße und Ohmstraße in Castrop-Rauxel Habinghorst und Dingen durch. Die Maßnahme beginnt ab sofort und soll Ende Januar abgeschlossen sein. Die Emschergenossenschaft führt die Arbeiten auf Anweisung der Bezirksregierung Münster durch und hat die Untere Umweltschutzbehörde des Kreises Recklinghausen in Kenntnis gesetzt. Weiterlesen
Emscher-Lippe-Region. Vom Handwerksbetrieb bis zum Industrieunternehmen: Alle müssen Vorsorge treffen gegen Extremwetterereignisse wie Starkregen, Dürre oder Hitze. Wie Grundstücke und Immobilien klimafit gemacht werden können, konnten Vertreter*innen von Firmen in der Emscher-Lippe-Region beim „Klima-Check-Up“ erfahren. Dabei standen persönliche Beratungsgespräche im Vordergrund: Welche technischen Maßnahmen sind möglich, welche Genehmigungen notwendig und welche finanzielle Förderung gibt’s für Firmen. Weiterlesen
Haltern-Lippramsdorf/Marl. Es ist geschafft: Im Hochwasser- und Naturschutzprojekt Haltern-Lippramsdorf/Marl (HaLiMa) hat der Lippeverband die Umgestaltung der Nord-Aue abgeschlossen. In den bisher neun Jahren Bauzeit errichtete der Wasserwirtschaftsverband einen neuen Deich, der weiter im Hinterland liegt und sich bei gleichbleibender Höhe von 13,5 Metern nun besser in die Landschaft einfügt. Mit der Rückverlegung schuf der Lippeverband Raum für eine 42 Hektar große Auenlandschaft, die den Hochwasserschutz verbessert und neuen Lebensraum für Flora und Fauna schafft. Der Deichweg zwischen der Lippramsdorfer Straße und dem Oelder Weg ist ab sofort für die Öffentlichkeit freigegeben. Weitere Arbeiten laufen derzeit am südlichen Lippe-Ufer. Weiterlesen
Emscher-Lippe-Region. Eine Studie der Universität Tübingen vertritt die These, dass der Eintrag von Glyphosat in die Oberflächengewässer nicht hauptsächlich durch die Landwirtschaft erfolgt. Vielmehr werde das Herbizid im Zuge des Abwassereinigungsprozess in Kläranlagen aus einer Vorläufersubstanz gebildet und schließlich über die Klärwerke in die Gewässer eingeleitet. Die Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) haben daraufhin eigene Untersuchungen vorgenommen. Erste Ergebnisse zeigen, dass in den Abwasserreinigungsanlagen eher ein signifikanter Abbau des Unkrautvernichtungsmittels erfolgt. Darüber hinaus weisen jedoch relativ konstante Konzentrationen von Glyphosat in den Zuläufen der Kläranlagen darauf hin, dass es sich in der Tat nicht um kurzzeitige punktuelle Einträge aus der Landwirtschaft handelt, sondern um einen kontinuierlichen Eintrag – wahrscheinlich im Zuge des Abbaus von Waschmittelzusätzen in der Kanalisation. Unabhängig vom Entstehungsort sprechen sich EGLV für ein grundsätzliches Verbot von Glyphosat und den entsprechenden Vorläufersubstanzen aus. Weiterlesen