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Rechtlich gesehen sind Emschergenossenschaft (EG) und Lippeverband (LV) zwei Körperschaften des öffentlichen Rechts mit vergleichbaren gesetzlichen Aufgabenstellungen. Wir bündeln unsere Kompetenz seit 100 Jahren und sind der größte Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen in Deutschland. Die Vorteile dieser Partnerschaft liegen auf der Hand: erhebliche Synergieeffekte durch mehr Wissen, mehr Erfahrung und mehr Wirtschaftlichkeit. Uns verbindet vor allem das gemeinsame Ziel, an Emscher und Lippe ökologisch, technisch und gestalterisch überzeugende Lösungen zu schaffen – in der Region und für die Region.
Die Flüsse unserer Region haben ihr Gesicht mehrfach verändert. Ursprünglich waren sie unregulierte Fließgewässer im ländlichen Raum, dann offene Abwasserkanäle in einer dicht besiedelten Industrielandschaft. Nun sollen sie wieder zu attraktiven Wasserläufen in einem Ballungsraum werden, der den Strukturwandel in Richtung Dienstleistung und Technologie aktiv vorantreibt. Im Umfeld von Emscher und Lippe konkurrieren die Nutzungsansprüche von Mensch und Natur. Diese Ansprüche in ein nachhaltiges Gleichgewicht zu bringen, ist unsere Aufgabe. Wohnen und Arbeit müssen ebenso möglich sein wie das Wiedererstehen lebendiger, artenreicher Flusslandschaften – keine leichte Aufgabe in einer Region, die ohne unsere Arbeit häufig unter Wasser stehen würde. Im größten Ballungsgebiet Europas zwischen Dortmund und Duisburg sowie der nördlich angrenzenden Lippe-Region stehen wir für eine moderne, kostengünstige Wasserwirtschaft mit vielfältigen Aufgaben:
Castrop-Rauxel. Die Emschergenossenschaft hat mit der ökologischen Verbesserung der Emscher zwischen den Emscher-Auen in Ickern und der Wartburgstraße begonnen. Bis voraussichtlich Herbst 2027 wird der Fluss auf einer Länge von vier Kilometern naturnah umgestaltet. Rund vier Millionen Euro investiert die Emschergenossenschaft in diese Maßnahme.
Emscher-Lippe-Region. Spielerisch lernen, wie Städte klimarobust umgebaut werden können: Das bietet das kollaborative Brettspiel „Schwamm drunter!“ der Zukunftsinitiative Klima.Werk, zu der 21 Kommunen im Ruhrgebiet und Emschergenossenschaft/Lippeverband gehören. Anhand des Spieles wird niederschwellig das städtebauliche Prinzip der Schwammstadt erläutert und zum Mitmachen und Diskutieren angeregt.
Emscher-Lippe-Region. Am 22. Mai ist der Internationale Tag der biologischen Vielfalt. Auch in der Emscher-Lippe-Region wird dieses Thema lebendig: Zahlreiche Veranstaltungen rund um den Aktionstag laden dazu ein, Natur zu entdecken, Zusammenhänge zu verstehen und selbst aktiv zu werden. Die Zukunftsinitiative Klima.Werk hat ein Programmheft zusammengestellt, das über 60 Veranstaltungen listet. Für den Monat Mai findet sich in dem Heft ein Überblick über Aktionen, Exkursionen oder Radtouren.
Oberhausen. Das Starkregen-Ereignis und die daraus resultierende Hochwasserlage im Juli 2021 waren in vielen Teilen von NRW dramatisch und haben zu zahlreichen Todesopfern und hohen Sachschäden geführt. Auch an Emscher und Lippe gab es zum Teil heftige Niederschläge. Nach detaillierten Analysen der Niederschlagssituation in den Verbandsgebieten zeigten erste Ergebnisse, dass es – bei gleichen Regenmengen wie zum Beispiel in Hagen – auch im Emscher-Lippe-Gebiet zu erheblichen Schäden gekommen wäre. Als unmittelbare Folge dieser Erkenntnisse haben Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) im Auftrag ihrer Aufsichtsgremien die „Roadmap Krisenhochwasser“ für die Verbesserung des Hochwasserschutzes in den beiden Verbandsgebieten entwickelt. Seitdem haben die Wasserwirtschaftsverbände 30 neue Pegel an ihren Gewässern installiert, um noch besser über das Hochwassergeschehen informiert zu sein. Zu dem in der Roadmap darüber hinaus beschriebenen Maßnahmenprogramm gehört auch die Deichertüchtigung an der Emscher. Nach langwierigen Genehmigungsverfahren konnten hier nun ganz aktuell die ersten Bauarbeiten in Oberhausen beginnen.
Hamm. Wie funktioniert moderne Stadtentwässerung? Welche Rolle spielt der Hochwasserschutz? Und was bedeutet „Schwammstadt“ konkret für die Zukunft urbaner Räume? Mit diesen Fragen setzten sich die Geografiekurse der Jahrgangsstufe 11 der Friedensschule Hamm im Rahmen eines ganztägigen Projekttags intensiv auseinander. Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam von der Stadt Hamm, dem Lippeverband sowie der Schule.
Aktuelle Veranstaltungen rund um Emscher und Lippe finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.
Die unterschiedlichen Nutzungsansprüche, die Wirtschaft, Mensch und Natur an die Emscher haben, in ein nachhaltig vertretbares Gleichgewicht zu bringen – das ist im Wesentlichen unsere Aufgabe als Flussmanager der Emscher.
Neben der allgemeinen Pflicht der Gewässerunterhaltung übernehmen wir auch die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie an der Lippe. Hierzu haben wir 2013 das Programm „Lebendige Lippe“ für unseren Zuständigkeitsbereich aufgelegt und neben der Fortsetzung der bestehenden Projekte mehrere neue Projekte begonnen.
Seit über 100 Jahren sorgen wir für mehr Lebensqualität in der Emscher-Lippe-Region: Wir denken Wasserwirtschaft weiter, indem wir Lebensräume entlang unserer Gewässer schützen, unsere Städte nachhaltig entwickeln und Verbindungen neu denken. Dazu verwandeln wir mutige Ideen in konkrete Projekte – und laden Sie ein, diese nicht nur kennenzulernen, sondern zusammen mit uns an einer blaugrünen Zukunft mitzuwirken. Gemeinsam sorgen wir für Veränderung. Für heute und morgen.
Unterstützen Sie uns bei der nachhaltigen Gestaltung von Emscher und Lippe! Ob Sie Berufserfahrung mitbringen, nach Ausbildung oder Studium durchstarten wollen, einen Beruf erlernen oder während eines Praktikums erste Unternehmensluft schnuppern möchten: Wir bieten Ihnen einen sicheren und abwechslungsreichen Arbeitsplatz, in dem Sie Ihre Talente bestmöglich entfalten können. Mit über 1.700 Mitarbeitenden stehen wir für eine moderne und innovative Wasserwirtschaft.
Moderne Kanalinfrastruktur muss heute viel leisten: verlässlich ableiten, intelligent steuern, Energie gewinnen. Abwasserbeseitigung muss zukunftssicher sein! Daher sehen wir uns als Dienstleister für unsere Mitglieder. Wir entlasten sie bei diesen Aufgaben mit unserem Know-how und fachübergreifenden Kompetenzen in den Bereichen Abwasserbewirtschaftung, Kanalnetzsteuerung und Aquathermie.
Ein Spaziergang am Wasser, eine Radtour entlang des Gewässers – Flüsse laden seit jeher zum Radfahren, Wandern oder Verweilen ein. In der Region hat sich in den vergangenen Jahren viel verändert. Auf unserer Webseite finden Sie Informationen zu den Radrouten und Umleitungen.
Das Glück liegt auf der Straße, heißt es. Und wir glauben: auch auf den Radwegen. Denn Bewegung, Gesundheit und Glück bilden einfach ein perfektes Trio. Die „Glücksradtouren“ sind ein Angebot der Emschergenossenschaft und der Krankenkasse KNAPPSCHAFT im Rahmen der Kooperation „Gesund an der Emscher!”.
Zwischen Quelle und Mündung der Emscher gibt es vier Hof-Anlagen: In Holzwickede an der Emscher-Quelle und dem Emscher-Weg liegt ganz idyllisch der Emscherquellhof – eine historische Fachwerk-Hofanlage. In Dortmund-Mengede ist der Hof Emscher-Auen seit 2017 Anlaufstelle für Fahrradfahrer*innen und Spaziergänger*innen in unmittelbarer Nähe unseres größten Hochwasser-Rückhaltebeckens. An der Emscher-Mündung in Dinslaken haben wir 2013 die Hofanlage aus dem Jahr 1911 renoviert und umgebaut. Auf dem Gelände unserer ehemaligen Kläranlage lädt der BernePark in Bottrop zum Verweilen ein. Alle vier Anlagen haben eines gemeinsam: Sie bringen einen vielseitigen Mehrwert in den Bereichen Bildung, Naherholung, Freizeit, Kunst & Kultur und sind verbindendes Element ins Emscher-Land sowie zum Emscher-Weg.
Partizipation ist ein wichtiges Thema für uns – und das Angebot ist vielfältig: Bei unserer Initiative „Mach mit_“ werden im gesamten Emscher- und Lippe-Einzugsgebiet spannende Orte geschaffen. Wir wollen den Menschen die Gewässer zurückgeben und rufen zum Miterleben, Mitlernen und zum weiterem Mitentwickeln und -gestalten auf. In einer Vielzahl von langfristigen Projekten, Bildungsaktivitäten und Veranstaltungen sind wir gemeinsam mit den Menschen der Region aktiv.
Der Klimawandel stellt die gesamte Welt und auch die Städte in NRW vor eine besondere Herausforderung. Die Zunahme von Starkregen, Trockenphasen, tropischen Nächten und sich immer weiter aufheizende Städte beeinträchtigen immer stärker die Lebensqualität der Menschen – besonders auch in dichtbesiedelten Ballungszentren wie dem Ruhrgebiet. Denn hier liegen die Temperaturen längst bis zu zehn Grad Celsius höher als im unbebauten Umland. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, die Folgen des Klimawandels abzumildern und das Leben nachhaltig attraktiver zu gestalten, haben sich 21 Kommunen aus der Emscher-Lippe-Region mit Emschergenossenschaft und Lippeverband in der Zukunftsinitiative Klima.Werk zusammengeschlossen. Gemeinsam haben sie eine blaugrüne Vision für unsere Städte.