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Rechtlich gesehen sind Emschergenossenschaft (EG) und Lippeverband (LV) zwei Körperschaften des öffentlichen Rechts mit vergleichbaren gesetzlichen Aufgabenstellungen. Wir bündeln unsere Kompetenz seit 100 Jahren und sind der größte Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen in Deutschland. Die Vorteile dieser Partnerschaft liegen auf der Hand: erhebliche Synergieeffekte durch mehr Wissen, mehr Erfahrung und mehr Wirtschaftlichkeit. Uns verbindet vor allem das gemeinsame Ziel, an Emscher und Lippe ökologisch, technisch und gestalterisch überzeugende Lösungen zu schaffen – in der Region und für die Region.
Die Flüsse unserer Region haben ihr Gesicht mehrfach verändert. Ursprünglich waren sie unregulierte Fließgewässer im ländlichen Raum, dann offene Abwasserkanäle in einer dicht besiedelten Industrielandschaft. Nun sollen sie wieder zu attraktiven Wasserläufen in einem Ballungsraum werden, der den Strukturwandel in Richtung Dienstleistung und Technologie aktiv vorantreibt. Im Umfeld von Emscher und Lippe konkurrieren die Nutzungsansprüche von Mensch und Natur. Diese Ansprüche in ein nachhaltiges Gleichgewicht zu bringen, ist unsere Aufgabe. Wohnen und Arbeit müssen ebenso möglich sein wie das Wiedererstehen lebendiger, artenreicher Flusslandschaften – keine leichte Aufgabe in einer Region, die ohne unsere Arbeit häufig unter Wasser stehen würde. Im größten Ballungsgebiet Europas zwischen Dortmund und Duisburg sowie der nördlich angrenzenden Lippe-Region stehen wir für eine moderne, kostengünstige Wasserwirtschaft mit vielfältigen Aufgaben:
Lünen. Anlässlich seines 100-jährigen Bestehens öffnet der Lippeverband die Türen der Kläranlage Lünen-Sesekemündung und gewährt einen spannenden Einblick hinter die Kulissen der öffentlich-rechtlichen Abwasserreinigung. Am Samstag, 30. Mai, können interessierte Bürger*innen von 11 bis 16 Uhr direkt vor Ort an der Kurt-Schumacher-Straße erfahren, wie das Schmutzwasser auf technisch hohem Niveau geklärt wird und welch wichtige Bedeutung die Kläranlage für die Gewässerqualität in der Lippe hat.
Recklinghausen. Am Hellbach in Recklinghausen hat die Emschergenossenschaft eine innovative Kanalnetzsteuerung installiert. Im Regenfall soll damit mehr verschmutztes Wasser in unterirdischen Regenwasserbehandlungsanlagen zurückgehalten werden – parallel dazu sollen Abschläge dieses verdünnten Abwassers in den Hellbach möglichst reduziert werden. Seit der Inbetriebnahme der Steuerung Ende 2024 wurde eine Abschlagsmenge von zirka 88.000 Kubikmeter mit Niederschlagswasser vermischten Abwassers verhindert. Dieses verdünnte Abwasser wäre ohne Kanalnetzsteuerung ins Gewässer gelangt und hätte für dieses eine Belastung dargestellt. Insgesamt wurden seit Inbetriebnahme der innovativen Technik knapp 20 Abschläge verhindert. Die meisten hiervon fallen auf den Stauraumkanal Recklinghausen-Hubertusstraße (16 verhinderte Entlastungen). Die Kanalnetzsteuerung trägt somit maßgeblich zu einem verbesserten Natur- und Umweltschutz am revitalisierten Hellbach bei.
Emscher-Lippe-Region. „Wenn Vielfalt gewinnt, gewinnen wir alle“ – das ist das Motto des 16. Deutschen Diversity-Tages am heutigen Dienstag, 19. Mai. Der bundesweite Aktionstag wurde von dem gemeinnützigen Verein „Charta der Vielfalt e.V.“ ins Leben gerufen und macht sichtbar, wie wichtig Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion in Arbeitswelt und Gesellschaft sind. Er lädt Organisationen ein, Haltung zu zeigen und deutlich zu machen: Unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Lebenswege sind eine Stärke! Dem schließen sich auch die Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) an. Mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ anlässlich des Diversity-Tages setzen EGLV ein sichtbares Zeichen für ein wertschätzendes und vorurteilsfreies Arbeitsumfeld sowie gegen Hass und Ausgrenzung.
Lippe-Gebiet. Passend zum „Tag der Artenvielfalt“ an diesem Freitag, 22. Mai, kann der Lippeverband eine besonders erfreuliche Nachricht verkünden: Der vom Aussterben bedrohte Fischotter ist an die Lippe zurückgekehrt. Erste Hinweise auf die Rückkehr des Tieres in das Lippe-System gab es bereits vor einigen Jahren. Damals wurde der scheue „Wassermader“ an der Lippe zufällig beobachtet und wird seither von fachkundigen Wissenschaftler*innen mehrfach über Spurensuche nachgewiesen. Die Ansiedlung des Fischotters wertet der Lippeverband, der in diesem Jahr sein bereits 100-jähriges Bestehen feiert, als Beleg für das Gelingen der Flussrenaturierung. Wie erfolgreich diese war, wird im Juli beim „Tag der lebendigen Lippe“ untersucht – unter anderem können dann auch interessierte Bürgerinnen und Bürger selbst mitforschen.
Essen / Emscher-Lippe-Region. Gemeinsam mit der Stadt Haltern am See hat der Lippeverband am Montag (18.5.) den Startschuss für seinen neuen Bauhof an der Wasserwerkstraße gegeben. Das Vorhaben gilt bei dem Wasserwirtschaftsverband als Pilotprojekt für nachhaltiges Bauen – unter anderem werden recycelte Materialien verwendet. Von dem neuen Standort aus werden künftig die Betriebskolleg*innen zu ihren verschiedenen Einsatzorten zwischen Selm und Marl ausrücken. Der Bauhof wird darüber hinaus auch den bestehenden Fuhrpark – darunter Bagger, Trekker und Mähroboter – beherbergen. Mitte 2027 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Knapp 2,6 Millionen Euro investiert der Lippeverband in die Modernisierung seiner betrieblichen Infrastruktur.
Aktuelle Veranstaltungen rund um Emscher und Lippe finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.
Die unterschiedlichen Nutzungsansprüche, die Wirtschaft, Mensch und Natur an die Emscher haben, in ein nachhaltig vertretbares Gleichgewicht zu bringen – das ist im Wesentlichen unsere Aufgabe als Flussmanager der Emscher.
Neben der allgemeinen Pflicht der Gewässerunterhaltung übernehmen wir auch die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie an der Lippe. Hierzu haben wir 2013 das Programm „Lebendige Lippe“ für unseren Zuständigkeitsbereich aufgelegt und neben der Fortsetzung der bestehenden Projekte mehrere neue Projekte begonnen.
Seit über 100 Jahren sorgen wir für mehr Lebensqualität in der Emscher-Lippe-Region: Wir denken Wasserwirtschaft weiter, indem wir Lebensräume entlang unserer Gewässer schützen, unsere Städte nachhaltig entwickeln und Verbindungen neu denken. Dazu verwandeln wir mutige Ideen in konkrete Projekte – und laden Sie ein, diese nicht nur kennenzulernen, sondern zusammen mit uns an einer blaugrünen Zukunft mitzuwirken. Gemeinsam sorgen wir für Veränderung. Für heute und morgen.
Unterstützen Sie uns bei der nachhaltigen Gestaltung von Emscher und Lippe! Ob Sie Berufserfahrung mitbringen, nach Ausbildung oder Studium durchstarten wollen, einen Beruf erlernen oder während eines Praktikums erste Unternehmensluft schnuppern möchten: Wir bieten Ihnen einen sicheren und abwechslungsreichen Arbeitsplatz, in dem Sie Ihre Talente bestmöglich entfalten können. Mit über 1.700 Mitarbeitenden stehen wir für eine moderne und innovative Wasserwirtschaft.
Moderne Kanalinfrastruktur muss heute viel leisten: verlässlich ableiten, intelligent steuern, Energie gewinnen. Abwasserbeseitigung muss zukunftssicher sein! Daher sehen wir uns als Dienstleister für unsere Mitglieder. Wir entlasten sie bei diesen Aufgaben mit unserem Know-how und fachübergreifenden Kompetenzen in den Bereichen Abwasserbewirtschaftung, Kanalnetzsteuerung und Aquathermie.
Ein Spaziergang am Wasser, eine Radtour entlang des Gewässers – Flüsse laden seit jeher zum Radfahren, Wandern oder Verweilen ein. In der Region hat sich in den vergangenen Jahren viel verändert. Auf unserer Webseite finden Sie Informationen zu den Radrouten und Umleitungen.
Das Glück liegt auf der Straße, heißt es. Und wir glauben: auch auf den Radwegen. Denn Bewegung, Gesundheit und Glück bilden einfach ein perfektes Trio. Die „Glücksradtouren“ sind ein Angebot der Emschergenossenschaft und der Krankenkasse KNAPPSCHAFT im Rahmen der Kooperation „Gesund an der Emscher!”.
Zwischen Quelle und Mündung der Emscher gibt es vier Hof-Anlagen: In Holzwickede an der Emscher-Quelle und dem Emscher-Weg liegt ganz idyllisch der Emscherquellhof – eine historische Fachwerk-Hofanlage. In Dortmund-Mengede ist der Hof Emscher-Auen seit 2017 Anlaufstelle für Fahrradfahrer*innen und Spaziergänger*innen in unmittelbarer Nähe unseres größten Hochwasser-Rückhaltebeckens. An der Emscher-Mündung in Dinslaken haben wir 2013 die Hofanlage aus dem Jahr 1911 renoviert und umgebaut. Auf dem Gelände unserer ehemaligen Kläranlage lädt der BernePark in Bottrop zum Verweilen ein. Alle vier Anlagen haben eines gemeinsam: Sie bringen einen vielseitigen Mehrwert in den Bereichen Bildung, Naherholung, Freizeit, Kunst & Kultur und sind verbindendes Element ins Emscher-Land sowie zum Emscher-Weg.
Partizipation ist ein wichtiges Thema für uns – und das Angebot ist vielfältig: Bei unserer Initiative „Mach mit_“ werden im gesamten Emscher- und Lippe-Einzugsgebiet spannende Orte geschaffen. Wir wollen den Menschen die Gewässer zurückgeben und rufen zum Miterleben, Mitlernen und zum weiterem Mitentwickeln und -gestalten auf. In einer Vielzahl von langfristigen Projekten, Bildungsaktivitäten und Veranstaltungen sind wir gemeinsam mit den Menschen der Region aktiv.
Der Klimawandel stellt die gesamte Welt und auch die Städte in NRW vor eine besondere Herausforderung. Die Zunahme von Starkregen, Trockenphasen, tropischen Nächten und sich immer weiter aufheizende Städte beeinträchtigen immer stärker die Lebensqualität der Menschen – besonders auch in dichtbesiedelten Ballungszentren wie dem Ruhrgebiet. Denn hier liegen die Temperaturen längst bis zu zehn Grad Celsius höher als im unbebauten Umland. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, die Folgen des Klimawandels abzumildern und das Leben nachhaltig attraktiver zu gestalten, haben sich 21 Kommunen aus der Emscher-Lippe-Region mit Emschergenossenschaft und Lippeverband in der Zukunftsinitiative Klima.Werk zusammengeschlossen. Gemeinsam haben sie eine blaugrüne Vision für unsere Städte.