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Rechtlich gesehen sind Emschergenossenschaft (EG) und Lippeverband (LV) zwei Körperschaften des öffentlichen Rechts mit vergleichbaren gesetzlichen Aufgabenstellungen. Wir bündeln unsere Kompetenz seit 100 Jahren und sind der größte Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen in Deutschland. Die Vorteile dieser Partnerschaft liegen auf der Hand: erhebliche Synergieeffekte durch mehr Wissen, mehr Erfahrung und mehr Wirtschaftlichkeit. Uns verbindet vor allem das gemeinsame Ziel, an Emscher und Lippe ökologisch, technisch und gestalterisch überzeugende Lösungen zu schaffen – in der Region und für die Region.
Die Flüsse unserer Region haben ihr Gesicht mehrfach verändert. Ursprünglich waren sie unregulierte Fließgewässer im ländlichen Raum, dann offene Abwasserkanäle in einer dicht besiedelten Industrielandschaft. Nun sollen sie wieder zu attraktiven Wasserläufen in einem Ballungsraum werden, der den Strukturwandel in Richtung Dienstleistung und Technologie aktiv vorantreibt. Im Umfeld von Emscher und Lippe konkurrieren die Nutzungsansprüche von Mensch und Natur. Diese Ansprüche in ein nachhaltiges Gleichgewicht zu bringen, ist unsere Aufgabe. Wohnen und Arbeit müssen ebenso möglich sein wie das Wiedererstehen lebendiger, artenreicher Flusslandschaften – keine leichte Aufgabe in einer Region, die ohne unsere Arbeit häufig unter Wasser stehen würde. Im größten Ballungsgebiet Europas zwischen Dortmund und Duisburg sowie der nördlich angrenzenden Lippe-Region stehen wir für eine moderne, kostengünstige Wasserwirtschaft mit vielfältigen Aufgaben:
Bochum / Emscher-Lippe-Region. Duschen, Kochen, Putzen – alltägliche Vorgänge, bei denen jedes Mal Abwasser anfällt. Was dann in den unterirdischen Kanälen verschwindet und am Ende in der Kläranlage landet, ist weit mehr als ein Abfallprodukt: Der stetige Strom an Abwasser ist besonders aufgrund seiner konstant hohen Temperatur eine verlässliche Energiequelle. Bisher spielt Abwasser in der Debatte zur Energiewende noch eine untergeordnete Rolle. Dabei liegen die Vorteile auf der Hand: Abwasser wird es immer geben. Es ist eine lokale, sichere, regenerative und langfristig verfügbare Energiequelle und unkompliziert nutzbar. Über all diese Vorteile der als Aquathermie bezeichneten Abwasserwärmenutzung informierten Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) am Mittwoch in Bochum unter anderem Vertreter*innen aus der Wohnungswirtschaft, der Politik sowie von Stadtwerken. Das Aquathermie-Forum wurde im Rahmen des EU-Förderprojekts INTERREG NWE ResNRJwater durchgeführt.
Kamen. Die Volkshochschule Kamen-Bönen, das Kulturamt der Stadt Kamen sowie der Lippeverband, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert, laden alle Bürgerinnen und Bürger aus Kamen und der Umgebung zur Teilnahme am Fotowettbewerb „Lebensraum Seseke“ ein. Gesucht werden noch bis zum 30. August eindrucksvolle, kreative und persönliche Fotografien, die die Seseke als Naturraum, Begegnungsort, Freizeitareal und Teil der regionalen Identität zeigen. Der einst offene Schmutzwasserlauf Seseke ist in den vergangenen drei Jahrzehnten vom Lippeverband mit großem Aufwand vom Abwasser befreit und renaturiert worden. Das Gewässer, der längste Nebenlauf der Lippe, hat sich mittlerweile zu einem attraktiven, blaugrünen Lebensraum entwickelt. Mit dem Fotoprojekt sollen die vielfältigen Perspektiven der Menschen entlang des Flusses sichtbar gemacht werden. Ob stimmungsvolle Natur- und Landschaftsaufnahmen, Tier- und Pflanzenbeobachtungen, Freizeitaktivitäten am Wasser oder ungewöhnliche Blickwinkel auf den Wandel entlang der Seseke – alle Motive sind willkommen, die den besonderen Charakter dieses Lebensraums einfangen. Mitmachen können Bürgerinnen und Bürger Menschen jeden Alters. Fotografische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos.
Bochum. Die Emschergenossenschaft führt aktuell eine provisorische Instandsetzung des sanierungsbedürftigen Durchlasses des Dorneburger Mühlenbachs unter der Herner Straße im Bereich der Anschlussstelle der Bundesautobahn A43 durch. Die Bauarbeiten sind mit halbseitigen Sperrungen der Herner Straße verbunden, zeitweise und in Teilen sind auch die Auffahrten der A43 in Richtung Münster und Wuppertal sowie die Abfahrten von der Autobahn nach Bochum-Riemke gesperrt. In den vergangenen Wochen wurden jedoch zahlreiche gravierende Verkehrsverstöße von Verkehrsteilnehmenden beobachtet. Die Emschergenossenschaft bittet dringendst darum, die vor Ort geltenden Verkehrsregelungen einzuhalten. Andernfalls wird eine Vollsperrung der Auffahrten zur A43 in Fahrtrichtung Münster erforderlich.
Dinslaken. Gemeinsam mit mehreren Volkshochschulen hat die Emschergenossenschaft in speziellen Zertifikats-Lehrgängen Botschafterinnen und Botschafter des neuen blaugrünen Lebens an der Emscher ausgebildet. Die „Emscher-Guides“ zeigen nun auf geführten Touren, was es mittlerweile alles an dem einst offenen Schmutzwasserlauf zu erleben gibt: Zu Fuß erkunden die Teilnehmenden die Renaturierungsprojekte entlang der Emscher und erfahren mehr über die Geschichte des Flusses und wie Hochwasserschutz, Artenvielfalt und Bildungsangebote mit naturnahen Erholungsmöglichkeiten von der Emschergenossenschaft und ihren Partnern in Einklang miteinander gebracht werden. Die nächste Tour (90 Minuten) an der neuen Emscher-Mündung in den Rhein bei Dinslaken und Voerde findet am Samstag, 15. August, von 10 bis 11.30 Uhr statt. Buchungen sind ab sofort über das Tourismusbüro möglich: www.dinslaken.de/wirtschaft-freizeit/tourismus/stadtfuehrungen/natur-pur.
Haltern-Lippramsdorf/Marl. Der neue Deich in der Süd-Aue des Hochwasser- und Naturschutzprojektes Haltern-Lippramsdorf/Marl (HaLiMa) wird Ende der kommenden Woche fertiggestellt. Vorher können interessierte Bürgerinnen und Bürger am Mittwoch, 15. Juli, wieder ihre Fragen an Projektleiter Gerhard Formanowicz stellen. Der Lippeverband lädt von 15 bis 17 Uhr zur Infosprechstunde in den Baucontainer am Oelder Weg ein. Weitere Termine finden wieder nach den Sommerferien statt und werden rechtzeitig am Baucontainer und in der Presse bekanntgegeben.
Aktuelle Veranstaltungen rund um Emscher und Lippe finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.
Die unterschiedlichen Nutzungsansprüche, die Wirtschaft, Mensch und Natur an die Emscher haben, in ein nachhaltig vertretbares Gleichgewicht zu bringen – das ist im Wesentlichen unsere Aufgabe als Flussmanager der Emscher.
Neben der allgemeinen Pflicht der Gewässerunterhaltung übernehmen wir auch die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie an der Lippe. Hierzu haben wir 2013 das Programm „Lebendige Lippe“ für unseren Zuständigkeitsbereich aufgelegt und neben der Fortsetzung der bestehenden Projekte mehrere neue Projekte begonnen.
Seit über 100 Jahren sorgen wir für mehr Lebensqualität in der Emscher-Lippe-Region: Wir denken Wasserwirtschaft weiter, indem wir Lebensräume entlang unserer Gewässer schützen, unsere Städte nachhaltig entwickeln und Verbindungen neu denken. Dazu verwandeln wir mutige Ideen in konkrete Projekte – und laden Sie ein, diese nicht nur kennenzulernen, sondern zusammen mit uns an einer blaugrünen Zukunft mitzuwirken. Gemeinsam sorgen wir für Veränderung. Für heute und morgen.
Unterstützen Sie uns bei der nachhaltigen Gestaltung von Emscher und Lippe! Ob Sie Berufserfahrung mitbringen, nach Ausbildung oder Studium durchstarten wollen, einen Beruf erlernen oder während eines Praktikums erste Unternehmensluft schnuppern möchten: Wir bieten Ihnen einen sicheren und abwechslungsreichen Arbeitsplatz, in dem Sie Ihre Talente bestmöglich entfalten können. Mit über 1.700 Mitarbeitenden stehen wir für eine moderne und innovative Wasserwirtschaft.
Moderne Kanalinfrastruktur muss heute viel leisten: verlässlich ableiten, intelligent steuern, Energie gewinnen. Abwasserbeseitigung muss zukunftssicher sein! Daher sehen wir uns als Dienstleister für unsere Mitglieder. Wir entlasten sie bei diesen Aufgaben mit unserem Know-how und fachübergreifenden Kompetenzen in den Bereichen Abwasserbewirtschaftung, Kanalnetzsteuerung und Aquathermie.
Ein Spaziergang am Wasser, eine Radtour entlang des Gewässers – Flüsse laden seit jeher zum Radfahren, Wandern oder Verweilen ein. In der Region hat sich in den vergangenen Jahren viel verändert. Auf unserer Webseite finden Sie Informationen zu den Radrouten und Umleitungen.
Das Glück liegt auf der Straße, heißt es. Und wir glauben: auch auf den Radwegen. Denn Bewegung, Gesundheit und Glück bilden einfach ein perfektes Trio. Die „Glücksradtouren“ sind ein Angebot der Emschergenossenschaft und der Krankenkasse KNAPPSCHAFT im Rahmen der Kooperation „Gesund an der Emscher!”.
Zwischen Quelle und Mündung der Emscher gibt es vier Hof-Anlagen: In Holzwickede an der Emscher-Quelle und dem Emscher-Weg liegt ganz idyllisch der Emscherquellhof – eine historische Fachwerk-Hofanlage. In Dortmund-Mengede ist der Hof Emscher-Auen seit 2017 Anlaufstelle für Fahrradfahrer*innen und Spaziergänger*innen in unmittelbarer Nähe unseres größten Hochwasser-Rückhaltebeckens. An der Emscher-Mündung in Dinslaken haben wir 2013 die Hofanlage aus dem Jahr 1911 renoviert und umgebaut. Auf dem Gelände unserer ehemaligen Kläranlage lädt der BernePark in Bottrop zum Verweilen ein. Alle vier Anlagen haben eines gemeinsam: Sie bringen einen vielseitigen Mehrwert in den Bereichen Bildung, Naherholung, Freizeit, Kunst & Kultur und sind verbindendes Element ins Emscher-Land sowie zum Emscher-Weg.
Partizipation ist ein wichtiges Thema für uns – und das Angebot ist vielfältig: Bei unserer Initiative „Mach mit_“ werden im gesamten Emscher- und Lippe-Einzugsgebiet spannende Orte geschaffen. Wir wollen den Menschen die Gewässer zurückgeben und rufen zum Miterleben, Mitlernen und zum weiterem Mitentwickeln und -gestalten auf. In einer Vielzahl von langfristigen Projekten, Bildungsaktivitäten und Veranstaltungen sind wir gemeinsam mit den Menschen der Region aktiv.
Der Klimawandel stellt die gesamte Welt und auch die Städte in NRW vor eine besondere Herausforderung. Die Zunahme von Starkregen, Trockenphasen, tropischen Nächten und sich immer weiter aufheizende Städte beeinträchtigen immer stärker die Lebensqualität der Menschen – besonders auch in dichtbesiedelten Ballungszentren wie dem Ruhrgebiet. Denn hier liegen die Temperaturen längst bis zu zehn Grad Celsius höher als im unbebauten Umland. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, die Folgen des Klimawandels abzumildern und das Leben nachhaltig attraktiver zu gestalten, haben sich 21 Kommunen aus der Emscher-Lippe-Region mit Emschergenossenschaft und Lippeverband in der Zukunftsinitiative Klima.Werk zusammengeschlossen. Gemeinsam haben sie eine blaugrüne Vision für unsere Städte.