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Eines unserer wichtigsten Prinzipien ist der kontinuierliche Dialog mit der Öffentlichkeit – unabdingbar in einem Arbeitsgebiet wie der Wasserwirtschaft mit ihrem unmittelbaren Einfluss auf das Leben der Menschen in der Region. Es ist für uns daher selbstverständlich, über unsere Aktivitäten stets auf dem Laufenden zu halten. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Lippe-Region. Ein Jahrhundert Engagement für Fluss, Mensch und Umwelt: Der Lippeverband feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag – anlässlich dieses besonderen Jubiläums hat der Wasserwirtschaftsverband in dieser Woche zu einer zweitägigen Fachtagung rund um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Lippe und die Bedeutung des Flusses für Region, Gesellschaft und Natur eingeladen. Beim „Lippe-Kompass“ diskutierten Fachexpertinnen und -experten in der Alfred-Fischer-Halle in Hamm insbesondere die Herausforderungen, die sich aus der Anpassung an die Folgen des Klimawandels ergeben. Um die Region klimaresilienter zu gestalten, will der Lippeverband eine zukunftsfähige Wasserwirtschaft entwickeln – mit der Lippe als Lebensader und Erlebensraum, der die vielfältigen Nutzungsinteressen miteinander in Einklang bringt. Dabei sollen in den kommenden Jahren unter anderem Lösungen rund um ein nachhaltiges Niedrig- und Hochwassermanagement an der Lippe in Zeiten des fortschreitenden Klimawandels sowie die weitere ökologische Aufwertung von Flora und Fauna im Vordergrund stehen.
Dinslaken/Voerde. Die Renaturierung der Emscher-Mündung in den Rhein bei Dinslaken und Voerde ist eines der symbolträchtigsten Leuchtturmprojekte im Rahmen des blaugrünen Umbaus der Emscher. Als Krönung der Neugestaltung entsteht im kommenden Jahr auf der Südseite der Emscher und direkt am Rhein eine ganz besondere Landmarke, die als städtebauliches Ausrufezeichen – sicht-, erleb- und begehbar – die Bedeutung der Emscher-Revitalisierung würdigt. Bewusst erinnert die Form des „Emscher-Leuchtturms“ an ein in den Himmel emporragendes Kanalrohr, denn erst die von der Emschergenossenschaft verlegten Kanäle ermöglichten die Abwasserfreiheit in der Emscher und somit ihre ökologische Umgestaltung. Baubeginn für den Emscher-Leuchtturm ist im kommenden Februar.
Hamm. Ab Montag, 26. Oktober, werden Stadt Hamm und Lippeverband die Stadthausstraße auf einer Länge von rund 70 Metern ausbauen und den vorhandenen Kanal ersetzen. Während der rund achtmonatigen Baumaßnahme wird der bestehende Aufbau der Stadthausstraße vollständig zurück gebaut und durch eine Betonsteinpflasterdecke mit Stellplätzen und Grünflächen im nördlichen Bereich sowie eine neu anzulegende Klinkerfläche im südlichen Bereich ersetzt. Zudem werden ein neuer Kanal (inklusive Hausanschlussleitungen und Entwässerungssystemen) gebaut, vorhandene Versorgungsleitungen umgelegt, zwei zusätzliche Bäume gepflanzt und fünf Poller – zwei Poller sind statisch, ein Poller ist statisch, aber herausnehmbar und zwei Poller sind hydraulisch absenkbar – eingebaut.
Gelsenkirchen. Der Lanferbach wird grüner und erlebbarer: Ende Oktober/Anfang November beginnt die Emschergenossenschaft mit der ersten naturnahen Umgestaltung des bereits abwasserfreien Gewässers. Im Vorfeld der Bauarbeiten lädt der Wasserwirtschaftsverband zu einer Informationsveranstaltung für Anwohnerinnen und Anwohner ein: am Mittwoch, 14. Oktober, von 18 bis 20 Uhr im Liebfrauen-Gemeindezentrum an der Horster Straße 301b, Gelsenkirchen. Dort informieren Vertreter*innen der Emschergenossenschaft und der Unteren Wasserbehörde Gelsenkirchen über den Hintergrund der Baumaßnahme und das geplante Vorgehen und stehen für Fragen der Bürger*innen zur Verfügung.
Bottrop. Im Rahmen des Mitmach-Projektes „Geschichten von der Berne“ haben Kinder der Offenen Ganztagsbetreuung der Schillerschule in ihren Ferien zur Historie des Gewässers recherchiert. Unter anderem wurden Interviews mit Menschen aus dem Stadtteil Ebel geführt und künstlerische Konzepte entwickelt. So lernten sie den Fluss, der von der Emschergenossenschaft im Zuge des Generationenprojektes Emscher-Umbau vom Abwasser befreit wurde, ganz neu kennen. Gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern haben die Grundschüler*innen Wandgestaltungen sowie ein Hörstück geschaffen – beides ist nun entlang der Berne in Ebel erleb- und erfahrbar. „Geschichten von der Berne“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Emschergenossenschaft und der Stadt Bottrop, gefördert wurde es mit Mitteln des nordrhein-westfälischen Städtebauministeriums.
Der Emscher-Umbau ist beendet – doch die Transformation des Ruhrgebietes beginnt gerade erst. Anlässlich der erreichten Abwasserfreiheit in der Emscher haben wir im März 2022 zum Weltwassertag unseren Podcast „Redefluss“ gestartet. Prof. Dr. Uli Paetzel diskutiert darin mit wechselnden Gästen über wichtige Zukunftsfragen.
Für Anfragen von berichterstattenden Journalistinnen und Journalisten steht Ihnen gerne unsere Pressestelle zur Verfügung.