Emscherquellhof in Holzwickede. Foto: Klaus Baumers/EGLV

Emscherquellhof

Zeitzeuge einer Flussgeschichte

Hof Emschertal am HRB Mengede-Ickern. Foto: Rupert Oberhäuser/EGLV

Hof Emschertal

Rast am Hochwasser-Rückhaltebecken

Hof Emschermündung in Dinslaken. Foto: Rupert Oberhäuser/EGLV

Hof Emschermündung

Natur erleben an der Emscher-Mündung

Der Bernepark in Bottrop. Foto: Gabi Lyko/EGLV

Der Bernepark

Neues Leben für die Kläranlage Bernemündung

Emscherquellhof, Hof Emschertal, Hof Emschermündung und der Bernepark

Zwischen Quelle und Mündung der Emscher gibt es drei Hof-Anlagen und einen Park: In Holzwickede an der Emscher-Quelle und dem Emscher-Weg liegt ganz idyllisch der Emscherquellhof – eine historische Fachwerk-Hofanlage. In Dortmund-Mengede ist der Hof Emschertal seit 2017 Anlaufstelle für Fahrradfahrer und Spaziergänger in unmittelbarer Nähe unseres größten Hochwasser-Rückhaltebeckens. An der Emscher-Mündung in Dinslaken haben wir 2013 die Hofanlage aus dem Jahr 1911 renoviert und umgebaut. Die zentrale und günstige Lage an der Mündung der Emscher in den Rhein sowie in der Nähe zu wichtigen Radwegeverbindungen war der Anlass, den Hof durch eine umfassende Umgestaltung in neuer Weise zu beleben und für Besucherinnen und Besucher zu öffnen. Vierter im Bunde ist der Bernepark in Bottrop – unsere ehemalige Kläranlage wurde 2010 aus dem Dornröschenschlaf erweckt.

Emscherquellhof

Zeitzeuge einer Flussgeschichte

In Holzwickede liegt der Emscherquellhof:  Auf dem Gelände der Fachwerk-Hofanlage – ehemals Lünschermannhof – befindet sich der „Quellteich“ der Emscher. In Wirklichkeit entspringt die Emscher jedoch im Hixterwald, einige hundert Meter südwestlich des Hofes. Hier fließt Emscher-Wasser aus insgesamt fünf Quelltöpfen zusammen. Landmesser des preußischen Königs hatten 1824 das Urkataster erstellt und den Lünschermannhof fälschlicherweise als Quellgebiet der Emscher festgelegt.

Historisches Fachwerkhaus an der Emscher-Quelle

Der 1801 von den westfälischen Bauernfamilien Lünschermann und Schroer in Holzwickede errichtete Emscherquellhof entsprach architektonisch der regionaltypischen Bauweise eines Westhellweghofes. In Fachwerkbauweise entstand ein Gebäudeensemble aus Haupthaus mit großer Deele, Scheune, Stallungen und Backhaus. In seiner über 200-jährigen Geschichte verschwanden Teile dieser typischen Hofanordnung – Backhaus, Stallanbau und das Haupthaus blieben erhalten. Letzteres wurde oft umgebaut und so in seiner Ursprünglichkeit verändert.

2005 wurde die Hofanlage u.a. nach historischen Zeichnungen restauriert. Dabei wurden das Haupthaus, der Stallanbau und das ehemalige Backhaus unter der Leitung der Zentrum Schloss Raesfeld GmbH/Akademie des Handwerks behutsam freigelegt. Die Restauratoren bauten nachträgliche Inneneinbauten vorsichtig zurück und sicherten das alte Fachwerk. Auf Basis historischer Zeichnungen und anderer Überlieferungen wurden ursprüngliche Fassaden und Fenster nachgebildet. Auch die Dachkonstruktion und das Innenleben des Haupthauses hat man nach originalem Vorbild restauriert.

Auf dem Hof

Unmittelbar vor den Toren des Quellhofs beginnt der rund 100 Kilometer lange Emscher-Weg auf dem man immer an der Emscher entlang bis nach Dinslaken radeln kann. Das Café, das von der wewole-Stiftung betrieben wird, bietet an Wochenenden und Feiertagen Kaffee und Kuchen an. An wenigen Terminen im Jahr ist es sogar möglich, auf dem Emscherquellhof zu heiraten.

Unser Konzept setzt darüber hinaus auf Nachhaltigkeit, informelles Lernen sowie eine enge  Kooperation mit regionalen und sozialen Partnern wie beispielsweise dem Kreisimkerverein Holzwickede/ Massener Heide. Auch der soziale Aspekt kommt nicht zu kurz: Menschen mit  Behinderungen werden ihren Fähigkeiten entsprechend für Arbeiten in den Bereichen Grünpflege und  Catering eingesetzt.  Auf dem Quellhof befinden sich die im Rahmen der Emscherkunst 2016 entstandenen “Bienenhäuser” des schwedischen Künstlers Henrik Håkansson. Diese Bienenhäuser sind ein Zuhause für Wildbienen und werden durch den Wildbienenexperten Hermann Hunfeld betreut.

Öffnungszeiten Café: Das Café ist aktuell noch nicht geöffnet. Über die neuen Öffnungszeiten informieren wir hier in Kürze.

Ansprechpartner Café:

wewole WERKEN gGmbH
Andre Sittinger
T. 02323 934 152
E. Andre.Sittinger@wewole.de

Ansprechpartner Wildbienen:

Hermann Hunfeld
T. 0231 48 4636
www.wildbien.de

Ansprechpartner Emschergenossenschaft:

Kai Kolodziej

Kronprinzenstraße 24
45128 Essen

Reiner Glinka

Kronprinzenstraße 24
45128 Essen

Detlef Gerwin

Kronprinzenstraße 24
45128 Essen

Marc Franke

Besucherservice
Kronprinzenstr. 24
45128 Essen

Hof Emschertal

Rast am Hochwasser-Rückhaltebecken

Der Hof Emschertal ist seit 2017 Anlaufstelle für Fahrradfahrer und Spaziergänger in unmittelbarer Nähe unseres größten Hochwasser-Rückhaltebeckens entlang der Emscher. Bei starken Regenfällen wird hier der Abfluss der Emscher verlangsamt und innerhalb der Rückhaltebecken aufgestaut. Diese haben ein Fassungsvermögen von zusammen 1,1 Millionen Kubikmeter – das entspricht ungefähr sieben Millionen Badewannen! So können unterhalb liegende Städte wie Castrop-Rauxel wirkungsvoll geschützt werden. Das Bauwerk mit seinem markanten Turm erhielt 2015 sogar den Westfälischen Preis für Baukultur!

Hof-Anlage aus dem Jahr 1860

Das stark sanierungsbedürftige Hauptgebäude der ehemaligen Hofanlage, die vermutlich im Jahr 1860 erbaut wurde, hat eine aufwändige Renovierung mit ökologischen Baustoffen erfahren. So wurden unter anderem Lehmputz verwendet und die Innendämmung mit Holzfaserplatten hergestellt. Bei der Sanierung haben wir ein Augenmerk darauf gelegt, die frühere Fachwerkgestaltung im Inneren des Gebäudes wieder sichtbar zu machen.

Seit April 2017 betreibt Mike Frisch das kleine Café auf dem Hof in Kooperation mit der Justizvollzugsanstalt (JVA) Castrop-Rauxel „Meisenhof“. Café und Sonnenterrasse laden vor allem bei gutem Wetter zum Verweilen und Entspannen ein. Freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags sowie an Sonn-und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr werden kleine Snacks, kalte Getränke sowie Kaffee und Kuchen angeboten.

Seit Ende 2017 ist auch das Falken Bildungs- und Freizeitwerk Dortmund e.V. (FBF) auf dem Hof beheimatet. Die Falken bieten Kinder- und Jugendarbeit für die Einzugsgebiete Dortmund-Mengede und Castrop-Rauxel und andere interessierte Besucher an. Ein pädagogisches Anliegen der Organisation ist es, die Flora und Fauna in der unmittelbaren Umgebung für junge Menschen erlebbar zu machen.

Zukünftig suchen wir weitere Kooperationspartner wie zum Beispiel gemeinnützige Vereine mit sozialen Projekten. So haben bereits Veranstaltungen des Bürgervereins „Mein Ickern e.V.“ auf dem Hof stattgefunden.

Ansprechpartner Café

Mike Frisch
T. 0176 435 78 119
E. cafe.hof.emschertal@gmx.de

Ansprechpartner Emschergenossenschaft:

Kai Kolodziej

Kronprinzenstraße 24
45128 Essen

Reiner Glinka

Kronprinzenstraße 24
45128 Essen

Detlef Gerwin

Kronprinzenstraße 24
45128 Essen

Marc Franke

Besucherservice
Kronprinzenstr. 24
45128 Essen

Partner

JVA Castrop-Rauxel

Zur Webseite

Partner

Emscher-Falken

Zur Webseite

Hof Emschermündung

Natur erleben an der Emscher-Mündung

Rund 80 Kilometer legt die Emscher von ihrer Quelle in Holzwickede zurück, bis sie in Dinslaken in den Rhein mündet. Am Hagelkreuz, nahe der Mündung bietet der idyllische Hof Emschermündung ein vielfältiges Angebot für Jung und Alt. Das hier beheimatete Café sowie ein Kinderspielplatz mit Barfußpfad und Picknickplätzen laden Radfahrer wie Spaziergänger zu Rast und zum Verweilen ein.

Sämtliche Angebote auf dem Hof orientieren sich an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Zudem dient der Hof nicht nur als Ort des informellen Lernens, Erlebens und Erfahrens ökologischer Zusammenhänge, sondern ist auch eine informative Anlaufstelle für den Umbau der Emscher.

Ansprechpartner Emschergenossenschaft:

Kai Kolodziej

Kronprinzenstraße 24
45128 Essen

Reiner Glinka

Kronprinzenstraße 24
45128 Essen

Detlef Gerwin

Kronprinzenstraße 24
45128 Essen

Marc Franke

Besucherservice
Kronprinzenstr. 24
45128 Essen

Der Bernepark

Neues Leben für die Kläranlage Bernemündung

Das Gelände der ehemaligen Kläranlage Bernemündung lag seit 1997 im Dornröschenschlaf, bis es Anfang Oktober 2010 als neuer Kultur- und Freizeittreffpunkt wieder zum Leben erweckt wurde. Herzstück des Umbau-Konzeptes sind die beiden rund 73 Meter großen Klärbecken: Das südöstliche wurde zum klaren Teich verwandelt, der an seinen Ufern zum Lesen, Faulenzen und Entspannen anregt. Das nordwestliche Becken wurde trockengelegt, terrassiert, außergewöhnlich bepflanzt und mit Sitzstufen ausgestattet.

Im Rahmen der EMSCHERKUNST.2010 haben internationale Künstler ihre Werke verwirklicht: Neben dem Duo Piet Oudolf und Gross.Max realisierten der deutsche Lichtkünstler Mischa Kuball sowie der amerikanische Künstler Lawrence Weiner ihre Konzepte der Lichtgestaltung der Beckenränder sowie des Schriftzugs Catch as catch can. Das Parkhotel – eine Übernachtungsmöglichkeit in Kanalrohren – des österreichischen Künstlers Andreas Strauss erfreut sich großer Beliebtheit.

Das ehemalige Betriebsgebäude bietet Raum für Gastronomie, Ausstellungen, Seminare, den Förderverein „Emscher-Freunde“ und Informationen zum Thema „Neues Emschertal“. Betrieben wird der Bernepark von der gemeinnützigen Arbeitsförderungsgesellschaft GAFÖG.