UNESCO-Schülerinnen und -Schüler lernen am Wasser

Im Rahmen der sechsten UNESCO-Schülerfachtagung lernten rund 80 SchülerInnen und LehrerInnen das Emscher-Gebiet kennen

Essen/Gelsenkirchen. Die Emschergenossenschaft startete in der vergangenen Woche ihre sechste UNESCO-Schülerfachtagung. Insgesamt drei Tage lang lernten rund 80 SchülerInnen und LehrerInnen aus ganz NRW unter dem Motto „Wasser und Gesundheit“ in verschiedenen Workshops Spannendes über die Emscher-Region. Eine Station war der Läppkes Mühlenbach an der Stadtgrenze Oberhausen/Mülheim. Mit dabei waren Schülerinnen und Schüler des Ricarda-Huch-Gymnasiums Gelsenkirchen.

2014 fand, angelehnt an die bundesweite Fachtagung der UNES-CO-Projektschulen im Ruhrgebiet, die erste UNESCO-Schülerfachtagung statt. Aufgrund des positiven Echos der SchülerInnen und Lehrkräfte ging die Schülerfachtagung 2019 in die sechste Runde.

An drei Tagen erfahren die 80 SchülerInnen und Lehrkräfte in spannenden Workshops alles zur Bedeutung von „blauen Infrastrukturen“ für die Gesundheit von Mensch, Natur und Umwelt. Ziel ist, ihnen die vielen Facetten des Themas näherzubringen und ihre Multiplikatorenwirkung für die Thematik zu stärken. Neun Schulen nahmen an der Fachtagung teil.

Fünf Workshops in drei Tagen

Aufgeteilt in Kleingruppen erkundeten die Jugendlichen das Emscher-Gebiet:  In einem Fotoworkshop zum Umbau des Läppkes Mühlenbachs im Städtedreieck von Essen, Mülheim an der Ruhr und Ober-hausen erlebten sie die Entwicklung vom Abwasserlauf zu einem naturnah gestalteten Gewässer. Unter der Anleitung eines professionellen Fotografen und den Fachleuten der Emschergenossenschaft hielten sie den Wandel der Landschaft sowie den Aspekt Gesundheit für Mensch, Umwelt und Natur in Bildern fest.

Mit dem Fahrrad begab sich eine Gruppe auf die Spuren der gesunden und „Grünen (Haupt)Stadt“ Essen. Sie erlebten, warum blau-grüne Infrastrukturen so wichtig für ein lebendiges und attraktives Stadtleben sind und hielten diese Orte und Erkenntnisse fest.

Wie können nachhaltige, ökologische Produkte im lokalen Wirtschaftskreislauf verwertet werden? Eine Gruppe beschäftigte sich mit dieser Frage. Anhand der beispielhaften Nutzung von Pflanzenfarben, die direkt aus Pflanzen in Ufernähe gewonnen wurden, entwickelten sie ein Konzept zur Gründung einer nachhaltigen Schülerfirma.

Der Bauspielplatz an der Bottroper Straße in Gelsenkirchen stand im Fokus der vierten Workshopgruppe. An dem außerschulischen Treffpunkt für Kinder im Stadtteil Gelsenkirchen-Horst dreht sich alles um das Thema Wasser – egal ob Regenwassergewinnung oder Wasser-Spielplatz. Wie der Planungsprozess für solch einen Spielplatz entwickelt werden muss, lernten die Schülerinnen und Schüler in diesem Workshop „Stadtplanung“.

Um das Konzept für einen 30-Sekündigen Kino-Spot kümmerte sich die fünfte Gruppe. Sie wollen Bürgerinnen und Bürger in Essen und Gelsenkirchen für Wasser in ihrer Stadt begeistern. Entstanden ist ein Clip, der in Deutschlands größtem Filmpalast, der Lichtburg in Essen sowie in einem Kino in Gelsenkirchen über die Leinwand flimmern soll.  Abgerundet wurde die Schülerfachtagung am Freitag mit einer Präsentation der Workshop-Ergebnisse.