Trotz Corona: Küchenpapier und Feuchttücher gehören nicht ins Klo

Es drohen sonst Verzopfungen in den Pumpwerken zur Abwasserentsorgung

Emscher-Lippe-Region. Die Corona-Krise droht auch zu einer Klopapier-Krise zu werden: Die regionalen Wasserverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband appellieren an die Bevölkerung, nun nicht vermehrt Küchenpapier und Feuchttücher durch das Klo zu entsorgen. Dies könnte unangenehme Folgen haben.

Anders als Klopapier zersetzen sich Küchenpapier und Feuchttücher nach dem Spülvorgang nicht. Sie gelangen also vollständig über die Abwasserkanäle zu den Pumpwerken von Emschergenossenschaft und Lippeverband. In den Motoren können Küchenpapier und Feuchttücher zu sogenannten Verzopfungen führen, die im schlimmsten Fall auch einen Ausfall von Pumpwerken zur Folge haben könnten.

Küchenpapier und Feuchttücher sollten nach Verwendung im Hausmüll entsorgt werden. Dadurch werden die Abwasserkanäle und die Pumpwerke erheblich entlastet.

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das effizient Aufgaben für das Gemeinwohl mit modernen Managementmethoden nachhaltig erbringt und als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt. Sie wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet und kümmert sich seitdem unter anderem um die Unterhaltung der Emscher, um die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie um den Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft in enger Abstimmung mit der Stadt das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,38 Milliarden Euro investiert werden.

Der Lippeverband
Der Lippeverband ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das effizient Aufgaben für das Gemeinwohl mit modernen Managementmethoden nachhaltig erbringt und als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt.

Seine Aufgaben sind in erster Linie die Abwasserentsorgung und -reinigung, Hochwasserschutz durch Deiche und Pumpwerke und die Gewässerunterhaltung und -entwicklung. Dazu gehört auch die ökologische Ver-besserung technisch ausgebauter Nebenläufe. Darüber hinaus kümmert sich der Lippeverband in enger Abstimmung mit dem Land NRW um die Renaturierung der Lippe. Dem Lippeverband gehören zurzeit 155 Kommunen und Unternehmen als Mitglieder an, die mit ihren Beiträgen die Verbandsaufgaben finanzieren.

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