Renaturierung des Katernberger Bachs wird vorbereitet

Baumfällarbeiten in den kommenden Wochen

Essen. Die Emschergenossenschaft beginnt mit den Vorbereitungen für die Renaturierung des Katernberger Bachs. Im Januar und Februar finden dafür im Grünzug Essen-Katernberg zwischen der Köln-Mindener Straße und dem Radweg der ehemaligen Zechenbahn sowie entlang des Unterlaufes Baumfällarbeiten statt. Weitere Fällungen wird es innerhalb der dicht bewachsenen Fläche der Emschergenossenschaft zwischen der Straße Bullmannaue und dem Bahnhof Essen-Zollverein-Nord geben.

Während der Arbeiten wird es zu Nutzungseinschränkungen im Grünzug kommen. Die vorhandenen Erschließungsbeziehungen können jedoch aufgrund der doppelten Wegeführung aufrechterhalten werden.

Die Arbeiten bilden den Auftakt für die Maßnahmen zur ökologischen Umgestaltung des Katernberger Baches, die nun nach der Fertigstellung des Abwassersystems anstehen. Die ökologische Umgestaltung umfasst die Herstellung eines neuen offenen Gewässers, das auf Höhe des evangelischen Friedhofes beginnt und mit dem Anschluss an den offenen Unterlauf im Bereich der Moschee endet. Der offene Unterlauf wird im Zuge der Bauarbeiten in einen naturnahen Zustand zurückversetzt. Das Gewässerprofil wird dabei von den Sohlschalen befreit und aufgeweitet. Die Bauarbeiten beginnen im Sommer dieses Jahres.

Mitmach-Projekt

Neben dem Gewässerumbau werden dann auch die Maßnahmen umgesetzt, die aus dem Projekt „Katernberg – mach mit!“ resultieren. Dieses Projekt wurde 2015 im Rahmen der Kooperation „Gemeinsam für das neue Emschertal“ mit dem Ziel gestartet, das Gewässer und das direkte Umfeld unter Beteiligung der Katernberger Bevölkerung städteplanerisch zu gestalten. Hierzu wurden AnwohnerInnen und interessierte BürgerInnen in die Planungen im Rahmen von öffentlichen Informationsveranstaltungen und Beteiligungsaktionen in die Planung miteinbezogen. Die dort entstandenen Ideen sind zum Teil in die Entwürfe der Umgestaltung eingeflossen. Die Gestaltung des Grünzuges erfolgt gemeinsam mit der Stadt Essen. So entsteht eine ganzheitlich gestaltete Grünfläche mit verschiedenen Möglichkeiten zum Erleben des Gewässers.