Lippeverband bringt die Maifisch ins Winterlager

Fährsaison in Flaesheim beginnt wieder im April 2020

Haltern. Im Oktober, wenn die Tage kürzer werden, endet die Fährsaison in Haltern-Flaesheim. Am Mittwoch, 30. Oktober, nehmen Michael Schulte-Althoff und sein Team die vier Tonnen schwere Lippe-Fähre „Maifisch“ an den Haken. An Land stehen Wartung und Pflege des Lippe-Kreuzers an, mit dem in dieser Saison wieder tausende Menschen per Muskelkraft von einem Lippe-Ufer zum anderen gelangt sind.

O bis O – also von Ostern bis Oktober lautet die Eselsbrücke, mit der man sich die Saisonzeiten gut merken kann. In dieser Zeit überqueren die Fährgäste in Flaesheim per Handkurbel den längsten Fluss in Nordrhein-Westfalen. Da ab Oktober die Hochwassersaison beginnt, muss der Lippeverband die Maifisch und ihre beiden Schwesternfähren – die Baldur in Dorsten und die Lupia in Hamm – vom Wasser nehmen.

Natur ‚erfahren‘ mit der „Maifisch“

„Auf dem Wasser erfährt man die Lippe und unsere wunderschöne Region noch einmal von einer ganz neuen Seite. Eingebunden in die Römer-Lippe-Route ist die Fährverbindung eine wichtige Einrichtung“, findet Gewässermeister Schulte-Althoff.

April 2020: Maifisch ahoi!

Wenn der Lippeverband im April 2020 die „Maifisch“ zu Wasser lässt, heißt es wieder „Schiff ahoi“. Dann kurbeln sich Radfahrer und Spaziergänger wieder kostenlos über die Lippe, denn der drei Meter breite Schwimmkörper wird auf diesem Wege am Drahtseil über den Fluss gezogen.

Hintergrund Fähren

Seit 2015 kann man mit der „Maifisch“ in Flaesheim die Lippe kreuzen. Vorbild war die Fähre „Baldur“ in Dorsten. Sie war die erste Fähre des Lippeverbandes und fährt seit Mai 2005. 2013 legte die Fähre „Lupia“ in Hamm-Oberwerries zum ersten Mal ab.

Der Name „Maifisch“ hat einen besonderen Bezug zur Lippe: Der selten gewordene Maifisch war vor hundert Jahren im Fluss weit verbreitet.