Lippeverband baut weitere Grundwasser-Messstellen in Dortmund-Wickede

Arbeiten finden ab dem 2. November statt

Dortmund. Im Auftrag der Stadt Dortmund baut der Lippeverband neue Grundwasser-Messstellen in Dortmund-Wickede. Nachdem im Juni und Juli sowie im September und Oktober bereits die ersten Messstellen errichtet wurden, starten ab dem 2. November die Arbeiten für die letzten zwölf Messpunkte. Dafür müssen die Fahrbahnen in den betroffenen Straßen eingeengt und die Gehwege teilweise gesperrt werden. Überwege für den Fußverkehr werden eingerichtet. Der Lippeverband bittet um Verständnis.

Die Arbeiten an den einzelnen Messstellen finden zeitversetzt statt und dauern jeweils rund eine Woche. Bis Ende November sollen die Arbeiten komplett abgeschlossen sein. Betroffen sind die Straßen:

  • Wibbeltweg, auf Höhe der Hausnummer 13
  • Bookenburgweg, auf Höhe der Hausnummer 1
  • Meylantstraße, auf Höhe der Hausnummer 48
  • Steinbrinkstraße, auf Höhe der Hausnummer 42
  • Wickeder Straße, auf Höhe der Hausnummer 55
  • Kortschstarße, auf Höhe der Hausnummer 26
  • Eichwaldstraße, auf Höhe der Hausnummer 88
  • Eichwaldstraße, auf Höhe der Hausnummer 30
  • Emmerich-Kalman-Straße, auf Höhe der Hausnummer 26
  • Robert-Götz-Straße, auf Höhe der Hausnummer 23
  • Sprickmannweg, auf Höhe der Hausnummer 12
  • Baedekerstraße, auf Höhe der Hausnummer 32

Hintergrund:
Die neuen unterirdischen Beobachter haben einen Durchmesser von 50 Millimetern und ermöglichen die genaue Erfassung der lokalen geologischen und hydraulischen Verhältnisse. Der heiße und trockene vergangene Sommer ist ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig eine nachhaltige Bewirtschaftung der Grundwasserreserven ist. Auf Basis der gewonnenen Daten erstellt der Lippeverband im Nachhinein ein dreidimensionales Grundwassermodell, das als Datengrundlagen für weiterführende Bewertungen und Planungen von Maßnahmen im Rahmen der Grundwasserbewirtschaftung herangezogen werden kann. Insgesamt entstehen 22 neue Grundwasser-Messstellen im Stadtteil. Zunächst waren zwei Messpunkte mehr in Planung – bei den vorbereitenden Sondierungsarbeiten wurden hier jedoch, anders als vorher vermutet, keine Grundwasserführenden Schichten gefunden.

Zur Kooperation:
Die Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) haben gemeinsam mit der Stadt Dortmund 2024 eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Gegenstand der Vereinbarung ist die Koordination und Kooperation bei der Durchführung wasserwirtschaftlicher Maßnahmen aus dem Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) im Stadtgebiet. Dazu zählen Kanalisationsmaßnahmen, ökologische Gewässerumbaumaßnahmen sowie Abkopplungsmaßnahmen. EGLV setzen die Projekte in Abstimmung mit der Stadt Dortmund planerisch und baulich um. Nach Abschluss der Maßnahmen werden die Anlagen betriebsbereit an die Stadt übergeben.

100 Jahre Lippeverband
Der Lippeverband wurde vor 100 Jahren – am 19. Januar 1926 – gegründet, um die Folgen der Industrialisierung und des Bergbaus in Einklang mit der Natur, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen zu bringen. Der Verband konnte ohne größere Zeitverluste seine Aufgaben angehen, da sich die Verbandsorgane entschlossen hatten, die Geschäftsführung mit der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft zu vereinigen. Man vermied dadurch den Aufbau einer eigenen Verwaltung. Sitz des neuen Verbandes wurde seinerzeit Dortmund. Dort war die Sesekegenossenschaft ansässig, die bereits 1913 nach Vorbild der Emschergenossenschaft gebildet worden war und nun im Lippeverband aufging. Zuständig war der Lippeverband nicht für das gesamte Lippe-Gebiet ab der Quelle, sondern für den industriell stark geprägten Raum unterhalb Lippborg bis zum Rhein bei Wesel – inklusive der Nebenlaufgebiete. Bis heute lebt der Lippeverband als öffentlich-rechtliche Einrichtung das Genossenschaftsprinzip als Leitidee des eigenen Handelns. Weitere Informationen zum Lippeverband sowie zu Veranstaltungen rund um das 100-jährige Bestehen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf jubilaeum.eglv.de.