Kläranlagen reinigten insgesamt 4.359.924 Kubikmeter Abwasser

Lippeverband weist darauf hin: Alte Medikamente gehören nicht in die Toilette

Dülmen. Am Dienstag, 19. November, ist Welttoilettentag. Anlässlich dieses Jahrestages gibt der Lippeverband wie in jedem Jahr bekannt, wie viel Abwasser im Vorjahr in seinen Kläranlagen gereinigt wurde: Insgesamt wurden 2018 in den Kläranlagen des Lippeverbandes auf dem Stadtgebiet von Dülmen 4.359.924 Kubikmeter Abwasser gereinigt (im Vorjahr: 5.015.779).

In der Kläranlage Dülmen des Lippeverbandes am Mühlenweg wurden im Jahr 2018 demnach 3.575.161 Kubikmeter Abwasser (im Vorjahr: 4.075.576) auf hohem technischen Niveau gereinigt. In der Kläranlage Dülmen-Buldern waren es 583.692 Kubikmeter (im Vorjahr: 700.910) und in der Kläranlage Dülmen-Rorup 201.071 Kubikmeter (im Vorjahr: 239.293).

Medikamente im Wasser

Der Lippeverband nutzt den Welttoilettentag, um darauf hinzuweisen, was alles nicht in der Toilette entsorgt werden darf. Dazu gehören neben Hygieneartikeln unter anderem auch Altmedikamente: Die sogenannten Spurenstoffe können auch in modernen Kläranlagen nicht restlos herausgefiltert werden, sie belasten daher die Gewässer und schädigen die Fauna in den Bächen und Flüssen. Daher hatte der Lippeverband schon 2013 das Projekt „Den Spurenstoffen auf der Spur“ (DSADS) in Dülmen an den Start gebracht. Die Emschergenossenschaft, die „Schwester“ des Lippeverbandes, verfolgte dieses Ziel bereits mit einer Sensibilisierungskampagne in Essen. Bei der Aktion „Essen macht’s klar“ wurde die Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht, dass nicht verbrauchte Medikamente in den regulären Hausmüll gehören – denn dieser wird verbrannt, die Kläranlagen bleiben verschont!

Ab dem kommenden Jahr führt der Lippeverband die Kampagne in Nordkirchen durch.

Der Welttoilettentag

Der Welttoilettentag wurde erstmals 2001 von der Welttoilettenorganisation ausgerufen. Von den Vereinten Nationen wird der Vorschlag, den 19. November zum regelmäßigen Jahrestag zu machen, mitgetragen.