Hohe Auszeichnung für Kooperation „Gemeinsam für das Neue Emschertal“

Vergeben von der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“

Emschergebiet. Die Emschergenossenschaft hat am Montag für die Kooperation „Gemeinsam für das Neue Emschertal“ die Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ erhalten! Übergeben wurde sie von Josef Tumbrinck aus dem Bundesumweltministerium im Blauen Klassenzimmer an der Emscher in Dortmund – einem der Vorzeigeprojekte der Kooperation in der Emscher-Region.

Die Kooperation „Gemeinsam für das Neue Emschertal“ setzt sich bereits seit 2006 in über 40 Stadtvierteln der Städtebauförderung dafür ein, dass dort, wo einst die „Köttel“ schwammen, neues Leben am Fluss möglich wird. Die Kooperation nutzt die einmalige Gelegenheit des Emscher-Umbaus und trägt unter dem Themendreiklang „Erlebbarkeit des Emscher-Umbaus“, „Verbesserung der Lebensqualität in Stadtvierteln“ und „Verbesserung der ökologischen Situation im Emschertal“ aktiv dazu bei, das Neue Emschertal und die eigene Stadt für Mensch und Natur nachhaltig aufzuwerten, ein Stückchen kreativer und unverwechselbarer zu machen.

„Die Auszeichnung ist für uns eine große Ehre.  Der Emscher-Umbau ist weit mehr als nur ein wasserwirtschaftliches Projekt, es ist längst auch ein städtebauliches Projekt, das enorm zur Aufwertung der Quartiere links und rechts der Gewässer beiträgt. Vor allem aber eröffnet das Generationenprojekt Chancen und Möglichkeiten in der Vermittlung von Natur-, Umwelt- und Klimaschutz. Die Bildungsarbeit spielt daher für uns als Emschergenossenschaft eine große Rolle“, sagt Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft.

Im Rahmen der Kooperation „Gemeinsam für das Neue Emschertal“ mit dem NRW-Städtebauministerium (80-Prozent-Förderung durch das Land) sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte umgesetzt worden, darunter unter anderem Blaue Klassenzimmer in Gladbeck, Duisburg, Dortmund und Recklinghausen – weitere sind bereits in Planung.

„Die Renaturierung der Emscher ist ein Vorzeigeprojekt dafür, wie die ökologische Umgestaltung eines Gewässers bei einer engen Einbindung der Menschen vor Ort nicht nur die biologische Vielfalt, sondern auch die Lebensqualität in einem Verdichtungsraum und das soziale Miteinander fördern kann“, sagt Josef Tumbrinck aus dem Bundesumweltministerium zur Begründung für die Auszeichnung. „Auch für andere Kommunen zeigt das Projekt einen nachahmenswerten, erfolgversprechenden Weg, wie eine Flussumgestaltung nachhaltig dazu beitragen kann, die Menschen für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu begeistern.“

Nicht nur als Oberbürgermeister Dortmunds, sondern auch als Ratsvorsitzender der Emschergenossenschaft freute sich Ullrich Sierau über die Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt: „Der Emscher-Umbau hat das Gesicht dieser Stadt verändert. Vor einigen Jahren standen wir noch an der Köttelbecke und haben die ersten Spatenstiche für die Abwasserkanäle und die Renaturierung gefeiert. Jetzt ernten wir als Stadt und als gesamte Region gemeinsam mit der Emschergenossenschaft die Früchte des Erfolgs. Darauf können wir alle stolz sein“, so Sierau.