Hof Emschermündung: Obstbäume ziehen vorübergehend um

Temporäre Umpflanzung im Zuge der Vorbereitungen für die Erweiterung des Hofes

Dinslaken. Im Zuge der Vorbereitungen für den Umbau des Hofes Emschermündung lässt die Emschergenossenschaft Ende des Monats vorübergehend vier Obstbäume auf dem Gelände des Hofs umpflanzen. Nach Fertigstellung des neuen Cafés an der renaturierten Mündungsaue werden die Bäume dann wieder an ihren ursprünglichen Ort zurückverpflanzt. Die Maßnahme ist mit den Behörden und dem Nabu abgestimmt.

Die vier Obstbäume stehen aktuell im nordwestlichen Bereich des Hofgeländes und werden zu ihrem Schutze auf eine Fläche östlich des Hofes versetzt.

Nach der umfangreichen Renaturierung der Emscher-Mündung in den Rhein bei Dinslaken und Voerde wird die Emschergenossenschaft den Hof Emschermündung um ein neues Gebäude erweitern – dieses wird unter anderem das neue Café und eine Dachterrasse mit Blick auf die beiden Flüsse beherbergen. Darüber hinaus wird auch die Straße „Am Hagelkreuz“ umgestaltet. Um die Verkehrsinfrastruktur zu verbessern, wird die Emschergenossenschaft eine Baumhain- und Stellplatzanlage realisieren sowie die vorhandene Straße zum Hof zu einer autofreien Alleestraße umwandeln.

Die Emschergenossenschaft wird rechtzeitig über Neuigkeiten auf dem Laufenden halten.

Hintergrund
Der Hof Emschermündung dient als Lern-, Erholungs- und Begegnungsort. Die vorhandene Gastronomie, Bildungsangebote und umweltbezogene Veranstaltungen bleiben auch künftig zentrale Bestandteile der Nutzung. Die Erweiterung des Hofes erfolgt durch den Neubau eines weiteren Gebäudes, welches das neue Café beherbergen wird. Gleichzeitig entsteht ein geschützter Innenhof um die alte Walnuss, die als Herzstück des Hofes einen naturnahen Begegnungsraum bieten wird. Nachhaltigkeit und Artenschutz heimischer Flora und Fauna sind hierbei zentrale Leitmotive des Projekts. Darüber hinaus bietet der Erweiterungsbau mit einer Dachterrasse die Möglichkeit, die neue Emscher-Mündung auf eine neue Art und Weise zu erleben.

Emschergenossenschaft
Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung. Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und vier Großkläranlagen gebaut. Rund 340 Kilometer an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden in enger Kooperation mit den kommunalen Partnern über 360 Kilometer an Rad- und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar machen. www.eglv.de