Haltern-Lippramsdorf/Marl: HaLiMa-Deichbau 2019

Planung und Ausblick

Haltern-Lippramsdorf/Marl. Der HaLiMa-Deichbau ist weit vorangeschritten und auch 2019 geht es tatkräftig an der Baustelle in Haltern-Lippramsdorf und Marl weiter. Gemeinsam mit dem Lippeverband lädt die Bürgerinitiative für Lebensqualität und Umweltschutz (BLU) e.V. zu einer Informationsveranstaltung ein. Am Donnerstag, 24. Januar, um 19 Uhr erfahren Interessierte im Hotel-Restaurant Haus Teltrop aus erster Hand, welche Arbeiten für 2019 und die kommenden Jahre geplant sind.

Nach der Montage des Förderbandes, das an 14 Meter hohen Stützen über die Lippe gespannt wird, geht der Bodentransport bis 2023 per Bandbrücke weiter. Während die Geländeaufhöhung auf Marler Seite quasi abgeschlossen ist, führt der Lippeverband mit dem Material, das nun zukünftig über das Brückenband transportiert wird, den Deichbau auf der Halterner Seite fort. Voraussichtlich im Februar kann es losgehen.

Projektleiter Gerhard Formanowicz informiert am 24. Januar außerdem über voraussichtliche Sperrungen von Wegen und die weiteren Bauplanungen.

Ort & Zeit:

  1. 19:00 Uhr

Hotel-Restaurant Haus Teltrop
Dorstener Str. 649
45721 Haltern am See

Hintergrund HaLiMa

Mit dem Neubau der Hochwasser-Schutzdeiche an der Lippe zwischen Haltern-Lippramsdorf und Marl stellt der Lippeverband den Hochwasserschutz in dieser Region langfristig auf eine solide Grundlage. Nicht nur, dass die neuen Deiche dem Stand der Technik entsprechen – sie werden auch weiter im Hinterland liegen und dem Fluss damit Raum geben für eine rund 60 Hektar große Aue. Außerdem sind die neuen Deiche nicht so steil wie die bisherigen und fügen sich damit trotz einer Höhe bis zu 14 Metern besser in das Landschaftsbild ein.

Das Gesamtprojekt hat riesige Dimensionen: Die Deiche werden auf fünf Kilometer Flussstrecke neu gebaut. Dafür sind insgesamt 3,2 Millionen Kubikmeter Boden zu bewegen. In siebeneinhalb Jahren Bauzeit erfolgt nicht nur der Deichbau, sondern am Ende werden die alten Deiche abgetragen und es wird mit dem Material die Lippe verfüllt, die sich in diesem Bereich tief „eingegraben“ hat. Am Ende wird die neue Aue gestaltet. Um die Belastungen für die Bevölkerung durch Baustellenverkehr und Bodentransporte in Grenzen zu halten, plant der Lippeverband einen Großteil der benötigten Böden auf dem Schiffsweg zur Baustelle zu transportieren.