HaLiMa: Deichneubau schreitet voran

Rodungsarbeiten zur Vorbereitung des neuen

Haltern-Lippramsdorf/Marl. Der Neubau der Hochwasser-Schutzdeiche an der Lippe zwischen Haltern-Lippramsdorf und Marl schreitet voran. Bevor der Lippeverband im Frühjahr 2020 mit dem nächsten Bauabschnitt beginnen kann, finden in den kommenden Wochen Vorbereitungsarbeiten statt.

Dabei handelt es sich um Rodungs- und Rückschnittarbeiten im Baugebiet Nord II westlich des Oelder Wegs. Im Vorfeld kontrolliert der Lippeverband Baumhöhlen auf Fledermausbestände und siedelt diese gegebenenfalls um.  Beeinträchtigungen für die Bevölkerung sind durch die Arbeiten nicht zu erwarten.

Hintergrund HaLiMa

Mit dem Neubau der Hochwasser-Schutzdeiche an der Lippe zwischen Haltern-Lippramsdorf und Marl stellt der Lippeverband den Hochwasserschutz in dieser Region langfristig auf eine solide Grundlage. Nicht nur, dass die neuen Deiche dem Stand der Technik entsprechen – sie werden auch weiter im Hinterland liegen und dem Fluss damit Raum geben für eine rund 60 Hektar große Aue. Außerdem sind die neuen Deiche nicht so steil wie die bisherigen und fügen sich damit trotz einer Höhe bis zu 14 Metern besser in das Landschaftsbild ein.

Das Gesamtprojekt hat riesige Dimensionen: Die Deiche werden auf fünf Kilometer Flussstrecke neu gebaut. Dafür sind insgesamt 3,2 Millionen Kubikmeter Boden zu bewegen. In siebeneinhalb Jahren Bauzeit erfolgt nicht nur der Deichbau, sondern am Ende werden die alten Deiche abgetragen und es wird mit dem Material die Lippe verfüllt, die sich in diesem Bereich tief „eingegraben“ hat. Am Ende wird die neue Aue gestaltet. Um die Belastungen für die Bevölkerung durch Baustellenverkehr und Bodentransporte in Grenzen zu halten, plant der Lippeverband einen Großteil der benötigten Böden auf dem Schiffsweg zur Baustelle zu transportieren.