Erneuerung der Emscher-Brücke Wartburgstraße
Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger am 22. April im Berufskolleg Castrop-Rauxel
Castrop-Rauxel. Die Emschergenossenschaft und der Kreis Recklinghausen beginnen in diesem Frühjahr mit den Baumaßnahmen an der Wartburgstraße in Castrop-Rauxel. Die Straße wird beidseitig um einen Geh- und Radweg verbreitert. Die Emscher-Brücke wird in diesem Zug erneuert und um eine Steganlage für den Rad- und Fußverkehr unter der Brücke ergänzt. Für diese Maßnahmen wird ab Herbst eine Vollsperrung zwischen Freiheitstraße und Heerstraße erforderlich. Im Vorfeld der Baumaßnahme laden die Emschergenossenschaft und der Kreis Recklinghausen zu einer Informationsveranstaltung ein. Diese beginnt am Mittwoch, 22. April, um 18 Uhr im Berufskolleg Castrop-Rauxel (Wartburgstraße 100). Vertreter*innen beider Häuser informieren gemeinsam mit der beauftragten Baufirma über den geplanten Bauablauf und stehen den Anwohnerinnen und Anwohnern für Fragen zur Verfügung.
Neben der B 235 ist die Wartburgstraße in Castrop-Rauxel eine der meist frequentierten Nord-Süd-Verbindungen, die die Stadtteile Habinghorst/Henrichenburg mit dem nördlich des Rhein-Herne-Kanals gelegenen Becklem verbinden. Der Kreis Recklinghausen plant, die Wartburgstraße zwischen der Heerstraße und der Freiheitstraße komplett auszubauen und durch beidseitige Geh- und Radwege zu verbreitern.
Darüber hinaus wird die damalig im Zuge der Beseitigung einer Unfallhäufungsstelle errichtete Baustellenampel durch eine dauerhafte Anlage ersetzt. Im Zuge dessen wird auch die der Emschergenossenschaft gehörende Emscher-Brücke an der Wartburgstraße um vier Meter von aktuell 10,7 auf zukünftig 14,7 Meter aufgeweitet.
Da die ursprünglich 1911 errichtete Brücke, die im 2. Weltkrieg teilweise zerstört wurde und 1950/1951 neu aufgebaut wurde, nicht mehr saniert werden kann, ist ein Neubau des Brückenbauwerks unumgänglich. Aufgrund der räumlichen Nähe der beiden Maßnahmen (Straßenausbau durch den Kreis sowie Brückenneubau durch die Emschergenossenschaft) hatten der Kreis Recklinghausen und die Emschergenossenschaft nach der bereits zusammen durchgeführten Planung für Brücke, Straße und Radwege auch eine Ausschreibungsgemeinschaft für den gemeinsamen Bau gebildet.
Emschergenossenschaft
Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung. Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und vier Großkläranlagen gebaut. Rund 340 Kilometer an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden in enger Kooperation mit den kommunalen Partnern über 360 Kilometer an Rad- und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar machen. www.eglv.de