Emschergenossenschaft geht aktiv gegen Insektensterben vor

Das österliche Projekt wird im Rahmen der Initiative „Netzwerk blühende Landschaft“ umgesetzt

Hof Emschertal. Foto: Andreas Fritsche/EGLV

Castrop-Rauxel/Dortmund. Emschergenossenschaft, Imkerverein Castrop-Rauxel und Emscher-Falken laden am Samstag (20. April) ab 14 Uhr auf den Hof Emschertal in Castrop-Rauxel-Ickern zur Einweihung der Projekt-Blumenwiese „BienenBlütenReich“ ein. Gemeinsam werden große Blühstreifen eingesät und so eine insektenfreundliche Oase geschaffen. Interessierte und Helfer sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen und mitzumachen. Der Hof Emschertal befindet sich an der Rittershofer Straße 170 in Castrop-Rauxel, direkt an der Stadtgrenze zu Dortmund.

Das drastische Insektensterben ist eine bundesweite Herausforderung. Auch in den Städten des neuen Emscher-Tals ist von einem Rückgang der Insektenpopulation auszugehen. Grund dafür ist der Verlust von Lebensräumen und Nahrungsquellen durch ausufernde Agrarlandschaften und Urbanisierung. Um den Insekten neue Lebensräume zu schaffen, setzt sich die Emschergenossenschaft seit vielen Jahren engagiert im „Netzwerk Blühende Landschaft“ ein. Durch das Projekt „BienenBlütenReich“, welches im Rahmen des Netzwerks entstanden ist, wird ein Ersatz-Lebensraum für blütenbesuchende Insekten angelegt. Die Blumenwiese soll als Nahrungs- und Rückzugsgebiet für Insekten dienen.

Nicht nur Bienen, Hummeln und Co. profitieren von den neuen Lebensräumen, auch bedrohte Vogel- und Säugetierarten, wie das Rebhuhn oder der Feldhase, oder Nützlinge zur biologischen Schädlingsbekämpfung, wie Schlupfwespen und Marienkäfer, sollen hier zukünftig ein neues Zuhause finden. Neben der Förderung der biologischen Vielfalt auf dem Hof Emschertal, soll das Projekt „BienenBlütenReich“ den Helfern und Gartenbesuchern praktische Ideen und Tipps für die Erstellung einer insektenfreundlichen Fläche im eigenen Garten geben.

Netzwerk Blühende Landschaft

Emschergenossenschaft und Lippeverband sind Partner im „Netzwerks Blühende Landschaft“. Das breite Netzwerk verbindet Akteure aus der Landwirtschaft, dem kommunalen Bereich sowie aus regionalen Initiativen unter dem Banner des Naturschutzes. Ein besonderes Ziel des Netzwerkes ist die Förderung der Nahrungs- und Lebensgrundlage von blütenbesuchenden Insekten. (www.bluehende-landschaft.de)

Hintergrund:

Hof Emschertal

Der Hof Emschertal wurde um 1860 erbaut und vor einigen Jahren durch die Emschergenossenschaft renoviert. Mittlerweile hat sich der Hof zu einem beliebten Anlaufpunkt für Naturfreunde und Fahrradfahrer etabliert. Das unmittelbar angrenzende Hochwasserrückhaltebecken, mit einem Fassungsvolumen von 1,1 Millionen Kubikmeter das größte entlang der Emscher, dient bei starkem Regen als Stauraum: Dies verlangsamt den Abfluss der Emscher und dient dem Schutz der unterhalb liegenden Städte vor Hochwasser. Hochwassermanagement gehört seit jeher zu den Kernaufgaben der Emscher-genossenschaft. Das Hof-Café ist erst kürzlich in die Saison gestartet und lockt Besucher mit allerlei Köstlichkeiten. Geöffnet hat es freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr.