Emscher-Wein vom Phoenix See kann wieder verkostet werden

Am Freitag, 14. Juni, direkt am Phoenix See in DO-Hörde

Dortmund. Es ist wieder soweit: Die Emschergenossenschaft lädt alle Interessierten ein, den neuen Jahrgang des Dortmunder Weines „Neues Emschertal Phoenix 2018“ vom Weinberg am Phoenix See zu verkosten: am Freitag, 14. Juni, von 16 bis 18 Uhr in der Sparkassenakademie Nordrhein-Westfalen, Hörder Burgplatz 1, 44263 Dortmund. Der Erlös aus der Verkostung kommt wie in den Vorjahren zu 100 Prozent einem gemeinnützigen Zweck zu Gute.

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau und der Vorstandsvorsitzende der Emschergenossenschaft, Prof. Dr. Uli Paetzel, werden im Rahmen einer Talk-Runde den neuen Wein präsentieren und in die Reihe anderer Weine des erfolgreichen Jahrgangs 2018 einordnen.

In dieser geselligen Runde können die Gäste nicht nur den neuen Phoenix-Wein aus diesem außergewöhnlichen Weinjahr 2018 probieren, sondern gleichzeitig auch etwas für den guten Zweck tun. Alle Einnahmen aus Eintritt und Verzehr werden direkt dem Verein „Sail Together e.V.“ gespendet. In der Eintrittsspende von 5 Euro sind ein Weinglas mit Gravur und die erste Füllung mit dem neuen Phoenix-Wein enthalten. Der Verein „Sail Together e.V.“ bringt Menschen zusammen und macht echte Inklusion auf einem Segeltörn erlebbar – auch auf dem Phoenix See.
Mehr Informationen auf: www.sail-together.de

Weinbau an der Emscher

Seit 2012 bewirtschaftet die Emschergenossenschaft in Dortmund-Hörde am Phoenix See einen Weinberg mit 96 Reben. Gleich drei Anstöße haben den Wasserverband, der den Umbau der Emscher vom einstigen Schmutzwasserlaufsystem des Ruhrgebiets zu einem wieder lebendigen, ökologischen wertvollen Flussgebiet betreibt, dabei bewegt: Erstens der Klimawandel, der die Wasserwirtschaft bereits heute vor große Herausforderungen stellt und der sich durch die Verschiebung der Weinbaugrenze weit nach Norden bereits deutlich abgebildet hat. Zweitens steht der Weinberg für die neue Lebens- und Erlebnisqualität im Neuen Emschertal, ist Zeichen des Wandels im einst von Kohle- und Stahlindustrie geprägten „Kohlenpott“.

Drittens greift dieses Projekt eine Anregung des Heimatvereins Dortmund-Hörde auf, der nachwies, dass es historisch bis in das 15. Jahrhundert Weinbau in Dortmund gegeben hat, was sich noch in Straßen- und Flurnamen widerspiegelt. Allerdings war dieser Wein eher eine Alternative zum schlechten Wasser in dieser Zeit und ist kaum mit heutigen Weinen vergleichbar.

Die angebaute Weißwein-Rebsorte mit dem passenden Namen Phoenix gehört zu den neueren, pilzwiderstandsfähigen Reben, den „PiWis“. Vorteil: Der wenig schädlingsanfällig Dortmunder Wein kann quasi biologisch angebaut werden. Ergebnis ist jedes Jahr ein frischer, leichter Sommerwein, der allerdings nicht in den Handel kommt, sondern für gute Zwecke direkt am See ausgeschenkt wird.

Ermutigt durch die Erfolge des Weinbaus am Phoenix See wurde 2018 im nah gelegenen Dortmund-Barop, in der Nähe des renaturierten Rüpingsbachs, ein zweiter Weinberg angelegt. Über 300 Reben der Rotwein-Sorte Cabaret Noir, ebenfalls eine moderne, widerstandsfähige Rebe, wachsen im Umweltkulturpark auf einer terrassierten Anlage.

Mitmach-Weinberg

Dieser Weinberg ist von Anfang an als Mitmach-Projekt konzipiert worden: Unter Anleitung von Winzerin Tina Krachten bewirtschaften Bürgerinnen und Bürger den Weinberg und lernen so alle Schritte vom Pflanzen der Reben über das Schneiden, Binden und die Weinbergpflege bis zum fertigen Rotwein. Die Termine finden das ganze Jahr ca. einmal im Monat ab 15 Uhr im UmweltKulturPark Dortmund Barop statt. Näheres erfährt man bei der Emschergenossenschaft unter 0201/104-2512.