Emscher-Umbau schreitet voran: Fünf Maschinen fürs Pumpwerk sind bereits eingebaut worden

Gesamtsystem soll zirka Ende 2021 in Betrieb gehen

Oberhausen. Die Arbeiten der Emschergenossenschaft am Pumpwerk Oberhausen schreiten bestens voran. Kurz vor den Feiertagen wurden fünf der später zehn Pumpen angeliefert, die das Abwasser künftig aus einer Tiefe von rund 40 Metern heben.

Die fünf Maschinen, die nun eingebaut wurden, haben Leistungen von 800 bis 1200 Liter – pro Sekunde, versteht sich! Insgesamt werden alle zehn Pumpen einmal eine Maximalleistung von 16.000 Liter pro Sekunde haben!

Richtfest

Der Gebäudebau für das Pumpwerk Oberhausen in Biefang ist weit fortgeschritten, ein Richtfest plant die Emschergenossenschaft noch in der ersten Jahreshälfte. Komplett fertiggestellt werden soll das Pumpwerk im Sommer 2021. Ende 2021 soll es in Betrieb genommen werden und mit ihm dann das Gesamtsystem des bereits final verlegten Abwasserkanals Emscher (AKE) auf der kompletten Länge von 51 Kilometern zwischen Dortmund und Dinslaken, inkl. der beiden anderen bereits im Betrieb befindlichen Pumpwerke in Gelsenkirchen und Bottrop.

In den Bau des AKE und der drei Pumpwerke investiert die Emschergenossenschaft mehr als eine Milliarde Euro. Das AKE-System ist die Voraussetzung für die Abwasserfreiheit in der Emscher, womit wiederum eine deutliche Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität an der Emscher einhergeht. Nicht ohne Grund ist der Emscher-Umbau das Symbolprojekt für den Strukturwandel und die Modernisierung der Region. Von Grau zu Blau – der Flussumbau macht es möglich!

Hintergrund:

Wieso überhaupt Pumpwerke? Ganz simpel: Aufgrund des Gefälles von 1,5 Promille würde der Kanal Dinslaken ohne Pumpwerke in 80 Metern Tiefe erreichen – zu tief, um das Abwasser anschließend in die Kläranlage zu heben. Das Gefälle wird künftig stattdessen durch drei Pumpwerke ausgeglichen: in Gelsenkirchen, Bottrop (beide bereits in Betrieb) sowie in Oberhausen.

Für den Bau des Pumpwerks erstellte die Emschergenossenschaft ab Mai 2016 zunächst eine rund 50 Meter tiefe und kreisrunde Baugrube, die ebenfalls rund 50 Meter im Durchmesser misst. Es ist die tiefste Erdbaustelle der Emschergenossenschaft im Rahmen des Emscher-Umbaus.