Einblicke hinter die Kulissen der Kläranlage Soest
„Tag der offenen Tür“ für die ganze Familie am 6. September – Anlass ist das 100-jährige Bestehen des Lippeverbandes
Soest. Im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums des Lippeverbandes öffnet am Sonntag, 6. September, die Kläranlage Soest ihre Tore. Von 11 bis 16 Uhr können Besucherinnen und Besucher am „Tag der offenen Tür“ die Anlage am Hattroper Weg 84 entdecken. Der Lippeverband führt über das Klärwerk und gibt spannende Einblicke in die Reinigung des Abwassers.
Neben den Führungen erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. An verschiedenen Infoständen und bei Mitmach-Aktionen gibt es viel zu entdecken und auszuprobieren. Besondere Highlights sind ein Zirkuszelt für die Kleinen, eine Streetart-Malaktion, Glitzertattoos und Sandbilder. Außerdem bieten die Kolleg*innen vom Kooperationslabor, das der Lippeverband in Essen gemeinsam mit der Emschergenossenschaft und dem Ruhrverband betreibt, ein Mikroskop-Abenteuer für kleine Wasserforscher*innen an. Für gute Stimmung sorgt eine DJane und für den vollen Magen ein Foodtruck.
Da die Parkmöglichkeiten an der Kläranlage begrenzt sind, empfiehlt der Lippeverband die Anreise mit dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn.
Hinweis an Hundehalter*innen: Gäste auf vier Pfoten sind ebenfalls herzlich auf der Anlage willkommen, müssen jedoch an der Leine geführt werden! Eine Einschränkung gibt es dagegen bei den Führungen: Hier können Hunde leider aufgrund der Nähe zu den offenen Klärbecken aus Sicherheitsgründen nicht teilnehmen.
100 Jahre Lippeverband
Der Lippeverband wurde vor 100 Jahren – am 19. Januar 1926 – gegründet, um die Folgen der Industrialisierung und des Bergbaus in Einklang mit der Natur, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen zu bringen. Der Verband konnte ohne größere Zeitverluste seine Aufgaben angehen, da sich die Verbandsorgane entschlossen hatten, die Geschäftsführung mit der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft zu vereinigen. Man vermied dadurch den Aufbau einer eigenen Verwaltung. Sitz des neuen Verbandes wurde seinerzeit Dortmund. Dort war die Sesekegenossenschaft ansässig, die bereits 1913 nach Vorbild der Emschergenossenschaft gebildet worden war und nun im Lippeverband aufging. Zuständig war der Lippeverband nicht für das gesamte Lippe-Gebiet ab der Quelle, sondern für den industriell stark geprägten Raum unterhalb Lippborg bis zum Rhein bei Wesel – inklusive der Nebenlaufgebiete. Bis heute lebt der Lippeverband als öffentlich-rechtliche Einrichtung das Genossenschaftsprinzip als Leitidee des eigenen Handelns. Weitere Informationen zum Lippeverband sowie zu Veranstaltungen rund um das 100-jährige Bestehen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf jubilaeum.eglv.de.