Die Verlegung des Ostbachs beginnt im Frühjahr

Bürgerinformationsveranstaltung am kommenden Donnerstag, 16. Januar, um 18 Uhr

Herne. Im Frühjahr wird die Emschergenossenschaft in Herne mit der Umgestaltung des Ostbachs beginnen. Ab 2022 soll das Gewässer in den Sodinger Bach übergeleitet werden und anschließend über den Landwehrbach in die Emscher fließen. Weitere Informationen zu dem Bauprojekt gibt es für alle Interessierten am Donnerstag, 16. Januar, um 18 Uhr im Foyer des Otto-Hahn-Gymnasiums, Hölkeskampring 168, in Herne.

Bislang verläuft der Ostbach westlich des Hölkeskamprings über eine Strecke von 3000 Metern unterirdisch verrohrt durch das Herner Stadtgebiet. Die neue Überleitung des Ostbachs soll hingegen parallel zum Hölkeskampring in Richtung Norden verlaufen. Im Bereich zwischen dem bisherigen Verlauf und der Mont-Cenis-Straße wird es in Zukunft durch zwei Aufweitungen in der Nähe des Otto-Hahn-Gymnasiums Aufenthaltsräume am Wasser geben.

Zugänge zum Gewässer

Für das geplante Blaue Klassenzimmer, das im Rahmen der Kooperation „Gemeinsam für das Neue Emschertal“ mit dem NRW-Städtebauministerium umgesetzt wird, haben Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte des Otto-Hahn-Gymnasiums und der Schillerschule bereits Ideen für den Lernort im Freien gesammelt. So soll das Blaue Klassenzimmer einen Zugang zum Ostbach und Sitzmöglichkeiten aus Natur-steinblöcken bieten, um den Unterricht an das Gewässer verlegen und dort auch Untersuchungen durchzuführen zu können.

Darüber hinaus wird es mit dem sogenannten „Auenzimmer“ durch einzelne Natursteinblöcke einen weiteren Zugang zum Gewässer geben. In der Furt kann der Ostbach dann sogar, je nach Wasserstand, über einzelne Trittsteine durchquert werden.

Trasse durch den Stadtgarten

Zukünftig soll der Ostbach dann bis zur Straße „Im Uhlenbruch“ zunächst aufgrund des beschränkten Raumangebots weiter relativ geradlinig verlaufen, bevor er im Stadtgarten in einen leicht geschwungenen Verlauf geführt werden kann. Dann führt die neue Trasse am nördlichen Rand des Uhlenbruchs entlang, bevor der Ostbach in den Sodinger Bach übergeleitet wird.

Mit dem neuen Verlauf in Richtung Norden in den Sodinger Bach ist der Ostbach dann von seinem Oberlauf bis zur Emscher durchgängig.

Rodungen sind erforderlich

Durch die geplante Überleitung zum Sodinger Bach wird ein kurzes Stück des bereits ökologisch verbesserten Ostbachs zwischen Hölkeskampring und dem derzeitigen Zufluss in die Kanalisation vom Gewässer abgeschnitten. Dieses soll aber auch zukünftig als Biotop erhalten bleiben.

Bevor die eigentlichen Bauarbeiten im Frühjahr beginnen, sind bis Februar 2020 Rodungsarbeiten am Nordrand des Uhlenbruchs und südlich des Otto-Hahn-Gymnasiums erforderlich. Die Emschergenossenschaft bittet dabei um Verständnis bei etwaigen Beeinträchtigungen.