Die renaturierte Emscher am Phoenix See. Foto: Rupert Oberhäuser/EGLV

Stadt- und Regionalentwicklung

für die Emscher-Lippe-Region

Impulse für die Entwicklung der Region

Gewässer schaffen Impulse für die ökologische, landschaftliche und städtebauliche Entwicklung der Region. Der Emscher-Umbau und die naturnahe Umgestaltung der Lippe betrachten wir als Chance für weitere tiefgreifende Veränderungen in der Region – auch in den Bereichen Wohnen, Arbeiten, Freizeitgestaltung, Tourismus, Bildung und Mobilität – und möchten dazu einen entscheidenden und nachhaltigen Beitrag leisten.

Als Ermöglicher möchten wir wasserbewusste Stadt- und Regionalentwicklung fördern. Die vorhandenen Potenziale sollen ermittelt, Mitstreiter*innen zusammengeholt, Ressourcen und Kompetenzen gebündelt und Synergien optimal genutzt werden. Unsere Kooperationen und Projekte mit Akteur*innen in der Emscher-Lippe-Region zielen darauf ab, regionale Zusammenarbeit zu fördern, Freiraum- und Freizeitqualität für die Menschen an unseren Gewässern zu steigern, Partizipation zu etablieren: Gemeinsam die Region zu gestalten, integrale Projekte der Wasserwirtschaft und Stadt- und Regionalentwicklung zu koordinieren bzw. umzusetzen.

Kooperation "Gemeinsam für Emscher und Lippe"

Wasserbezogene Stadtgestaltung in Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort: Das macht die neue Kooperation „Gemeinsam für Emscher und Lippe“ aus! Die erfolgreichen Kooperationen „Gemeinsam für das Neue Emschertal!“ und „Gemeinsam an der Lippe“ konnten seit 2006 in über 40 Gebieten der Städtebauförderung bauliche Projekte umsetzten, Vernetzung fördern und die Bevölkerung in die Entwicklung ihrer neuen blau-grünen Umwelt einbinden. Jetzt werden die Kräfte in der neuen Kooperation „Gemeinsam für Emscher und Lippe“ gebündelt – Gemeinsam können wir mehr erreichen!

Als verbindendes Element zwischen dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, den regionalen Akteuren der Stadtentwicklung sowie Emschergenossenschaft und Lippeverband arbeitet die Kooperation weiter daran, Wasserwirtschaft und Städtebau zu verknüpfen: Für einen positiven Strukturwandel, lebenswerte Quartiere und Menschen an ökologisch wertvollen Gewässern.

Faszination.Transformation

Bei „Faszination. Transformation“ geht es darum, die weitgehend erreichte Abwasserfreiheit der Emscher sowie die vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW geförderten baulichen Maßnahmen in über 40 Städtebaufördergebieten entlang der Emscher gemeinsam einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und zu feiern.

Der damit verbundene positive Strukturwandel soll den Menschen mit vielfältigen Vermittlungsprojekten, Partizipations- und Mit-Mach-Aktionen im Quartier sowie einer als Forum geplanten wissenschaftlichen Veranstaltung in den Präsentationsjahren 2021 und 2022 näher gebracht werden.

Emscherland

An der Stadtgrenze zwischen Castrop-Rauxel und Recklinghausen haben wir zusammen mit den beteiligten Kommunen (neben Castrop-Rauxel und Recklinghausen auch Herne und Herten) und dem RVR  das Projekt „Emscherland“ umgesetzt. Zu den darin enthaltenen Projektbausteinen gehören der Natur- und Wasser-Erlebnis-Park, die Emscher-Promenade, der Gewässer-Lernort und Wasser-Erlebnis (Blaues Klassenzimmer) sowie die Emscher-Terrassen.

Gefördert werden diese Maßnahmen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Ebenfalls zum „Emscherland“ gehört der Bau der Brücke „Sprung über die Emscher“, der im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gefördert wurde.

Gesund an der Emscher!

Gemeinsam mit der Krankenkasse KNAPPSCHAFT realisiert die Emschergenossenschaft unter dem Motto „Gesund an der Emscher!“ Freizeit- und Gesundheitsangebote entlang der Emscher. Durch den Emscher-Umbau wurden wertvolle neue Lebensräume geschaffen. Ziel und gemeinsame Absicht der Kooperation ist es, diese zu nutzen und die blaugrüne Natur- und Flusslandschaft für die Menschen der Region erlebbar zu machen. Dabei geht es nicht nur um Gesundheit, sondern auch um Prävention und Bildung. So leistet die Kooperation mit vielen unterschiedlichen Bausteinen einen Beitrag für mehr Lebensqualität in der Emscher-Region.

Seit 2019 arbeiten die KNAPPSCHAFT und die Emschergenossenschaft Hand in Hand, um Bewegung, Achtsamkeit und Gesundheit in der Region zu stärken. Die erfolgreiche Kooperation wird bis zum Jahr 2027 fortgesetzt – weitere Projekte sind in Planung.