Kleine Emscher in GE-Bismarck: Verrohrung wird saniert
Maßnahme der Emschergenossenschaft beginnt am 27. Oktober
Gelsenkirchen. Im Zuge des Generationenprojektes Emscher-Umbau hat die Emschergenossenschaft in Gelsenkirchen-Bismarck auch die Kleine Emscher von ihrer Abwasserfracht befreit und renaturiert. Westlich der Ehmsenstraße konnte das ehemals unterirdisch verrohrte Gewässer sogar in einer neuen Trasse offengelegt und ökologisch verbessert werden. Die ehemalige Gewässerverrohrung wird seit dieser Entflechtung der Abwasserströme über die gesamte Länge als Mischwasserkanal betrieben („Abwasserkanal Kleine Emscher“). Aufgrund rechtlicher Anforderungen nach Dichtheit von Mischwasserkanälen muss der alte Kanal nun auf seiner gesamten Länge saniert werden. Mit diesen Arbeiten wird die Emschergenossenschaft am Dienstag, 27. Oktober, beginnen. Die Maßnahme soll, wenn die Witterungsbedingungen es zulassen, bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.
Parallel zum umgestalteten Gewässer Kleine Emscher im Bereich der Sauerlandstraße bis zum Ehmsenhof sowie im Bereich der Münsterstraße bis zum Wendehammer in der Bleckstraße wird die Sanierung auf einer Länge von rund 430 Metern weitestgehend über den Einzug von sogenannten „Inlinern“ und im Reparaturverfahren innerhalb der vorhandenen Rohre vorgenommen. Oberirdisch sichtbar werden die Arbeiten nur im Bereich der Kanalschächte (Gullys) sein. Kurzfristig kann es zu geringeren Verkehrseinschränkungen im Kreuzungsbereich der Ehmsenstraße/Ehmsenhof kommen. Die Emschergenossenschaft bittet um Verständnis.
Im Zuge der Kanalabdichtung werden unter anderem zirka 240 Meter Inliner-Schläuche mit Innendurchmessern von 1 bis 1,10 Meter eingebaut sowie auf einer Länge von 220 Metern Reparaturen im Kanal (Innendurchmesser zwischen 1,30 und 2,75 Meter) durchgeführt.
In die Sanierungsarbeiten investiert die Emschergenossenschaft rund 500.000 Euro.
Emschergenossenschaft
Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung. Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und vier Großkläranlagen gebaut. Rund 340 Kilometer an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden in enger Kooperation mit den kommunalen Partnern über 360 Kilometer an Rad- und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar machen. www.eglv.de