Stadthausstraße wird umgebaut

Lippeverband und Stadt Hamm erneuern Straße und Kanal auf 70 Meter Länge

Hamm. Ab Montag, 26. Oktober, werden Stadt Hamm und Lippeverband die Stadthausstraße auf einer Länge von rund 70 Metern ausbauen und den vorhandenen Kanal ersetzen. Während der rund achtmonatigen Baumaßnahme wird der bestehende Aufbau der Stadthausstraße vollständig zurück gebaut und durch eine Betonsteinpflasterdecke mit Stellplätzen und Grünflächen im nördlichen Bereich sowie eine neu anzulegende Klinkerfläche im südlichen Bereich ersetzt. Zudem werden ein neuer Kanal (inklusive Hausanschlussleitungen und Entwässerungssystemen) gebaut, vorhandene Versorgungsleitungen umgelegt, zwei zusätzliche Bäume gepflanzt und fünf Poller – zwei Poller sind statisch, ein Poller ist statisch, aber herausnehmbar und zwei Poller sind hydraulisch absenkbar – eingebaut.

Während der Bauarbeiten, die rund 840.000 Euro kosten (650.000 Euro Stadt Hamm, 190.000 Euro Lippeverband) ist die Stadthausstraße für den Kfz-Verkehr voll gesperrt, wovon jedoch Anliegerverkehr und Rettungsfahrzeuge ausgenommen sind. Ebenfalls nicht betroffen von der Vollsperrung sind Fußgänger und Radfahrer, die die Stadthausstraße entweder auf der westlichen oder auf der östlichen Straßenseite durchqueren können. Radfahrer müssen gegebenenfalls absteigen, können das Radparkhaus und die Fußgängerzone jedoch jederzeit erreichen und in Gegenrichtung durch die Stadthausstraße wieder verlassen.  So entstehen auch keine größeren Beeinträchtigungen für etwaigen Kundenverkehr in der Innenstadt.

100 Jahre Lippeverband
Der Lippeverband wurde vor 100 Jahren – am 19. Januar 1926 – gegründet, um die Folgen der Industrialisierung und des Bergbaus in Einklang mit der Natur, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen zu bringen. Der Verband konnte ohne größere Zeitverluste seine Aufgaben angehen, da sich die Verbandsorgane entschlossen hatten, die Geschäftsführung mit der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft zu vereinigen. Man vermied dadurch den Aufbau einer eigenen Verwaltung. Sitz des neuen Verbandes wurde seinerzeit Dortmund. Dort war die Sesekegenossenschaft ansässig, die bereits 1913 nach Vorbild der Emschergenossenschaft gebildet worden war und nun im Lippeverband aufging. Zuständig war der Lippeverband nicht für das gesamte Lippe-Gebiet ab der Quelle, sondern für den industriell stark geprägten Raum unterhalb Lippborg bis zum Rhein bei Wesel – inklusive der Nebenlaufgebiete. Bis heute lebt der Lippeverband als öffentlich-rechtliche Einrichtung das Genossenschaftsprinzip als Leitidee des eigenen Handelns. Weitere Informationen zum Lippeverband sowie zu Veranstaltungen rund um das 100-jährige Bestehen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf jubilaeum.eglv.de.