Arbeiten für Abwasserfreiheit an der Berne
Emschergenossenschaft baut neue Abwasserkanäle in Altenessen-Süd
Essen. Im Zuge der Renaturierung der Berne und ihrer Nebengewässer baut die Emschergenossenschaft entlang der Berne neue Abwasserkanäle und Regenwasserbehandlungsanlagen. Diese sollen zukünftig das Schmutz- und Mischwasser des städtischen und privaten Kanalnetzes aufnehmen und in Richtung Kläranlage ableiten. Die Arbeiten im Teilbereich der Altenessener Straße beginnen am 3. September und dauern voraussichtlich fünf Monate. Für Arbeiten in dem Zeitraum vom 21. September bis 12. Dezember 2026 muss die Altenessener Straße ab der Hausnummer 255 bis zur Kreuzung am Palmbuschweg in beiden Fahrtrichtungen auf jeweils eine Fahrspur eingeengt werden. Die Zugänglichkeit für Rettungsfahrzeuge und Entsorgungsdienste bleibt jederzeit gewährleistet. Gleiches gilt für die Zugänglichkeit der Grundstückszufahrten – gegebenenfalls jedoch mit kurzzeitigen Unterbrechungen. Die Emschergenossenschaft bittet um Verständnis.
Den unterirdisch verlaufenden Berne-Hauptkanal hat die Emschergenossenschaft bereits vollständig fertiggestellt und in Betrieb genommen. Zur Anbindung des städtischen Kanalnetzes an den neuen Abwasserkanal Berne erstellt der Wasserwirtschaftsverband nun einen neuen Anschlusskanal im Bereich zwischen der Altenessener Straße 255 – 259 bis zur Kreuzung mit dem Palmbuschweg. Darüber hinaus wird zusätzlich der private Mischwasseranschluss des Grundstücks Altenessener Straße 259 (Nettomarkt) an den städtischen Abwasserkanal sowie die Regenwasserabkopplung der Dachflächen des Grundstücks in die Berne realisiert. Die Baumaßnahme erfolgt in Abstimmung mit der Stadt Essen, den Behörden und weiteren Beteiligten.
Während der Bauarbeiten wird die Spurenführung im Baustellenbereich auf der Altenessener Straße verändert, sodass beide Fahrtrichtungen einspurig befahrbar sind. Dafür wird der westliche Gehweg um knapp einen Meter zurückgebaut, um die nötige Fahrstreifenbreite zu ermöglichen. Eine Umleitung für Fußgänger*innen und Radfahrende führt dann über den östlich und westlich vorhandenen Gehweg mit entsprechender Absicherung. Auch die Feuerwehrzufahrt zur Hausnummer 230 auf der Altenessener Straße bleibt frei. Anwohner*innen wurden im Vorfeld der Baumaßnahmen über diese per Briefeinwurf informiert. Voraussichtlich Ende März 2027 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Emschergenossenschaft investiert rund drei Millionen Euro in die Maßnahme.
Emschergenossenschaft
Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung. Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und vier Großkläranlagen gebaut. Rund 340 Kilometer an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden in enger Kooperation mit den kommunalen Partnern über 360 Kilometer an Rad- und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar machen. www.eglv.de