Lippeverband saniert Kanäle in Klein-Reken
Maßnahme startet kommenden Dienstag und dauert voraussichtlich eine Woche
Reken. Der Lippeverband führt ab dem 25. August auf einer Länge von zirka 320 Metern Kanalsanierungen durch. Betroffen von der Maßnahme sind die Straßen Neuenkamp 3 bis Hubertustal 30. Der alte Kanal stammt aus dem Jahr 1968 und muss saniert werden. Der Lippeverband rechnet mit einer Bauzeit von zirka einer Woche und bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis bei etwaigen Beeinträchtigungen.
Die Kanalsanierung erfolgt in geschlossener Bauweise, da hierbei im Gegensatz zur offenen Bauweise die Belastung von Anwohnenden (kurze Einbauzeit, weniger Staub, weniger Lärm) erheblich verringert wird. Für Tagesarbeiten kann es teilweise zu Sperrungen von Anliegerstraßen kommen. Ansonsten wird der Lippeverband die Beeinträchtigungen im Straßenverkehr möglichst geringhalten. Es wird gebeten, die ausgeschilderten Halteverbote zu beachten und einzuhalten.
Eine vorlaufende Kamerabefahrung der Kanäle wurde bereits Anfang Juli durchgeführt. Die eigentliche Sanierung erfolgt, indem die bestehenden Kanalhaltungen mit einem sogenannten „Schlauch-Relining“ ausgekleidet werden. Im Anschluss an die Kanalsanierung erfolgt noch die Sanierung von insgesamt neun Schächten.
Die Aufgaben des Lippeverbandes in Reken
Zum 1. Januar 2025 hat der Lippeverband das Kanalnetz und die Aufgabe der Abwasserbeseitigung in Reken übernommen. Neben den beiden Kläranlagen Reken und Reken-Maria Veen ist der Lippeverband in Reken zuständig für: 124 Kilometer Kanäle, 13 Kilometer Druckrohrleitungen, acht Pumpwerke und 13 verschiedene Regenwasserbehandlungsanlagen. Damit liegen in der Gemeinde nun seit rund anderthalb Jahren erstmals alle Anlagen, die für das Fortschaffen und die Reinigung von Abwasser aus Privathaushalten sowie von Industrie und Gewerbe nötig sind, in einer Zuständigkeit. Diese Abwasserbeseitigung aus einer Hand statt von zwei getrennten Verantwortlichen verschlankt und beschleunigt viele Prozesse und Abstimmungen.
100 Jahre Lippeverband
Der Lippeverband wurde vor 100 Jahren – am 19. Januar 1926 – gegründet, um die Folgen der Industrialisierung und des Bergbaus in Einklang mit der Natur, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen zu bringen. Der Verband konnte ohne größere Zeitverluste seine Aufgaben angehen, da sich die Verbandsorgane entschlossen hatten, die Geschäftsführung mit der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft zu vereinigen. Man vermied dadurch den Aufbau einer eigenen Verwaltung. Sitz des neuen Verbandes wurde seinerzeit Dortmund. Dort war die Sesekegenossenschaft ansässig, die bereits 1913 nach Vorbild der Emschergenossenschaft gebildet worden war und nun im Lippeverband aufging. Zuständig war der Lippeverband nicht für das gesamte Lippe-Gebiet ab der Quelle, sondern für den industriell stark geprägten Raum unterhalb Lippborg bis zum Rhein bei Wesel – inklusive der Nebenlaufgebiete. Bis heute lebt der Lippeverband als öffentlich-rechtliche Einrichtung das Genossenschaftsprinzip als Leitidee des eigenen Handelns. Weitere Informationen zum Lippeverband sowie zu Veranstaltungen rund um das 100-jährige Bestehen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf jubilaeum.eglv.de.