Kläranlage Dülmen öffnet ihre Pforten
„Tag der offenen Tür“ am 14. Juni anlässlich des 100. Geburtstages des Lippeverbandes
Dülmen. Der Lippeverband feiert sein 100-jähriges Bestehen – und interessierte Bürgerinnen und Bürger können mitfeiern: Anlässlich des besonderen Jubiläums öffnet der Wasserwirtschaftsverband am Sonntag, 14. Juni, die Pforten seiner Kläranlage Dülmen am Mühlenweg. Von 11 bis 16 Uhr gibt es unter anderem Führungen, die einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Abwasserreinigung ermöglichen.
Darüber hinaus bietet der „Tag der offenen Tür“ auf der Kläranlage weitere interessante Programmpunkte, wie eine Kreativwerkstatt für Kinder, bei der Steckentiere gebastelt werden können, Kinderschminken und eine Hüpfburg. Außerdem gibt es für die kleinen Besucher*innen die Möglichkeit, mit einer Umweltpädagogin Insekten unter einem Mikroskop zu betrachten und zu erfahren, wie die Gewässergüte in Flüssen und Bächen über die kleinen Lebewesen beurteilt werden kann.
Für die richtige Feierstimmung sorgt eine mobile Band, die über das Veranstaltungsgelände zieht. Fürs Kulinarische gibt es eine Grillstation, die normale und auch vegetarische Bratwürste anbietet.
Organisatorische Hinweise
Der Lippeverband weist darauf hin, dass es vor Ort keine Parkmöglichkeiten gibt. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, nach Möglichkeit mit dem Fahrrad, öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß anzureisen. Alternativ kann auch ein kostenloser Shuttleservice des Lippeverbandes vom Besucherparkplatz an der Haltener Straße genutzt werden.
Tempo-Reduzierung am Mühlenweg
Aufgrund der Veranstaltung wird am außerorts gelegenen Mühlenweg eine Tempo-Reduzierung im Bereich der Kläranlage eingerichtet. Zudem wird es in Höhe des Zufahrstores eine temporäre Ampel geben, um die Sicherheit der Besucher*innen und Besucher zu gewährleisten.
100 Jahre Lippeverband
Der Lippeverband wurde vor 100 Jahren – am 19. Januar 1926 – gegründet, um die Folgen der Industrialisierung und des Bergbaus in Einklang mit der Natur, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen zu bringen. Der Verband konnte ohne größere Zeitverluste seine Aufgaben angehen, da sich die Verbandsorgane entschlossen hatten, die Geschäftsführung mit der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft zu vereinigen. Man vermied dadurch den Aufbau einer eigenen Verwaltung. Sitz des neuen Verbandes wurde seinerzeit Dortmund. Dort war die Sesekegenossenschaft ansässig, die bereits 1913 nach Vorbild der Emschergenossenschaft gebildet worden war und nun im Lippeverband aufging. Zuständig war der Lippeverband nicht für das gesamte Lippe-Gebiet ab der Quelle, sondern für den industriell stark geprägten Raum unterhalb Lippborg bis zum Rhein bei Wesel – inklusive der Nebenlaufgebiete. Bis heute lebt der Lippeverband als öffentlich-rechtliche Einrichtung das Genossenschaftsprinzip als Leitidee des eigenen Handelns. Weitere Informationen zum Lippeverband sowie zu Veranstaltungen rund um das 100-jährige Bestehen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf jubilaeum.eglv.de.