Emschergenossenschaft erneuert im Auftrag der Stadt Dinslaken Kanäle in der Sterkrader Straße

Abschnittsweise halbseitige Sperrung der Sterkrader Straße zwischen Jägerstraße und B8 ab Montag bis Ende Februar 2027

Dinslaken. Im Stadtteil Hiesfeld erneuert die Emschergenossenschaft im Auftrag der Stadt Dinslaken die Regenwasser- und Abwasserkanäle in der Sterkrader Straße zwischen der Jägerstraße und der Brinkstraße. Die Arbeiten beginnen am kommenden Montag, 8. Juni, und dauern voraussichtlich neun Monate. In diesem Zeitraum muss die Sterkrader Straße im Bauabschnitt abschnittsweise halbseitig gesperrt werden. Die Zugänglichkeit für Rettungsfahrzeuge und Entsorgungsdienste bleibt jederzeit gewährleistet. Auch die Zugänglichkeit der Grundstückszufahrten ist – gegebenenfalls mit kurzzeitigen Unterbrechungen – sichergestellt. Die Emschergenossenschaft bittet um Verständnis.

Altersbedingt muss ein Teil des vorhandenen Trennsystems in der Sterkrader Straße erneuert werden. Mit einem Trennsystem kann das saubere Regenwasser getrennt vom Schmutzwasser direkt ins Gewässer geleitet werden – Abwasserkanäle und insbesondere die Kläranlagen werden damit entlastet. Dabei verlegt die Emschergenossenschaft auf einer Länge von zirka 240 Metern einen neuen Schmutzwasserkanal mit einem Durchmesser von 25 Zentimetern, sowie einen neuen Regenwasserkanal mit einem Durchmesser von 40-50 Zentimetern. Zusätzlich baut der Wasserwirtschaftsverband 16 Kanalschächte. Die alten Kanäle werden im Zuge der Arbeiten teilweise zurückgebaut oder verdämmt. Nach Abschluss der Kanalbaumaßnahme wird die Fahrbahn auf kompletter Breite erneuert.  

Während der Bauarbeiten bleibt die fußläufige Verbindung zur Brinkstraßenüberführung weiterhin erhalten. Der Wendehammer der Sterkrader Straße wird jedoch für den KFZ-Verkehr voll gesperrt. Lediglich die angrenzenden Grundstücke sind erreichbar. Anwohner*innen werden im Vorfeld der Baumaßnahmen über diese per Briefeinwurf informiert. Voraussichtlich Ende Februar 2027 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Stadt Dinslaken investiert rund 1,3 Millionen Euro in die Maßnahme.

Zur Kooperation:
Die Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) haben gemeinsam mit der Stadt Dinslaken im Januar 2024 eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Gegenstand der Vereinbarung ist die Koordination und Kooperation bei der Durchführung wasserwirtschaftlicher Maßnahmen aus dem Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) auf dem Stadtgebiet. Dazu zählen Kanalisationsmaßnahmen, ökologische Gewässerumbaumaßnahmen sowie Abkopplungsmaßnahmen im Bereich städtischer Liegenschaften. EGLV setzen die Projekte in Abstimmung mit der Stadt Dinslaken planerisch und baulich um. Nach Abschluss der Maßnahmen werden die Anlagen betriebsbereit an die Stadt Dinslaken übergeben.

Emschergenossenschaft
Am 14. Dezember 1899 als erster deutscher Wasserwirtschaftsverband gegründet, ist die Emschergenossenschaft heute gemeinsam mit dem 1926 gegründeten Lippeverband Deutschlands größter Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken. Die Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Unternehmens sind die Abwasserentsorgung, der Hochwasserschutz sowie die Klimafolgenanpassung. Ihr bekanntestes Projekt ist der Emscher-Umbau (1992-2021), bei dem die Emschergenossenschaft im Herzen des Ruhrgebietes eine moderne Abwasserinfrastruktur baute. Dafür wurden 436 Kilometer an neuen unterirdischen Abwasserkanälen verlegt und vier Großkläranlagen gebaut. Rund 340 Kilometer an Gewässern werden insgesamt renaturiert. Parallel entstanden in enger Kooperation mit den kommunalen Partnern über 360 Kilometer an Rad- und Fußwegen, die das neue blaugrüne Leben an der Emscher und ihren Nebenläufen erleb- und erfahrbar machen. www.eglv.de