Klima.Werk bedankt sich bei Dachbegrünern
Botschafter fürs „10.000 Grüne Dächer“-Programm. Hausbesitzer*innen können Förderung bei Emschergenossenschaft/Lippeverband beantragen
Gelsenkirchen. Kühler darunter, schöner oben drüber und als kleiner Regenwasserspeicher ein wichtiger Baustein für Klimaanpassung: das begrünte Garagen- und Anbaudach von Reni Schillack und Klaus Timmer. Die Dachbegrüner aus Gelsenkirchen haben ein Mini.Wasserzeichen als Dankeschön für ihr Engagement von Emschergenossenschaft/Lippeverband und der Zukunftsinitiative Klima.Werk bekommen. Eine Förderung über das „10.000 Grüne Dächer“-Programm gibt es weiter: Einfach Antrag stellen, Zusage erhalten und loslegen!
Angebracht an der Wand oder aufgestellt im Regal zeigt das Mini.Wasserzeichen „Ich habe ein Gründach vom Klima.Werk“. Die Holztafel ist eine Auszeichnung an Hauseigetümer*innen in der Emscher-Lippe-Region, die mit einem Zuschuss aus dem „10.000 Grüne Dächer“-Programm von Emschergenossenschaft/Lippeverband und Zukunftsinitiative Klima.Werk Dachflächen auf ihrem Grundstück bepflanzt haben. Denn auch, wenn es Geld dafür gibt: Umgesetzt – ob in Eigenleistung oder mit einer Firma – wird der Schwammstadt-Baustein von den Hausbesitzern und ganz kostendeckend ist die Förderung auch nicht.
Gleichzeitig macht das Mini.Wasserzeichen auf die Förderung aufmerksam, die es bis auf Weiteres gibt. Dabei fungieren Dachbegrüner wie Reni Schillack und Klaus Timmer als Botschafter für das Programm, das private Eigentümer*innen bei Klimaanpassung unterstützen will. Die Zukunftsinitiative Klima.Werk setzt hier auf Mundpropaganda. Familie Schillack/Timmer kann die Teilnahme jedenfalls nur empfehlen, „Antragstellung und später die Auszahlung, beides hat super geklappt“, sagen die Gelsenkirchener.
Die finden ihr begrüntes Garagendach nicht nur schön, es ist nun auch deutlich kühler im Raum darunter. „Wir haben das Dach zusammen mit unserer Tochter selbst begrünt, Abdichtung, Folien und Speicherschicht aufgebracht und dann eine Samenmischung für Gründächer ausgesät“, erzählt Reni Schillack. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, auf dem Dach blüht es jetzt kunterbunt.
Die Förderung aus dem „10.000 Grüne Dächer“-Programm ist für private und gewerbliche Eigentümer*innen: 50 Euro pro Quadratmeter Dachbegrünung erhalten förderberechtigte Antragsteller*innen für maximal 200 Quadratmeter Fläche, also bis zu 10.000 Euro. Achtung: Erst die Förderzusage abwarten und dann loslegen mit der Dachbegrünung!
Voraussetzungen, Förderanträge, Webseite
Alle Informationen zur Förderung und zu den Voraussetzungen finden Interessierte auf www.klima-werk.de/gruendachfoerderung, über diese Webseite ist auch das digitale Förderportal für die Antragstellung zu erreichen.
Was wird unter welchen Voraussetzungen gefördert?
- Das Dach, das begrünt werden soll, liegt im Fördergebiet. Zum Fördergebiet gehören alle kanalisierten Flächen, von denen Misch- und Regenwasser in Richtung einer Anlage von Emschergenossenschaft/Lippeverband fließen. Eigentümer*innen können auf klima-werk.de/gruendachfoerderung oder im Antragsportal (über die Webseite erreichbar) schnell prüfen, ob ihre Adresse im Fördergebiet liegt.
- Die zu begrünende Dachfläche ist an die Kanalisation angeschlossen. Ziel des Förderprogramms ist ein klimaresilienter Umgang mit der Ressource Regenwasser. Dieses soll nicht länger in die Kanalisation eingeleitet werden, sondern zum Beispiel in einem Gründach gespeichert werden und verdunsten. Nur wenn eine Dachfläche an die Kanalisation angeschlossen ist, trägt eine Begrünung dieses Daches dazu bei, dass Regenwasser nicht mehr unnötig abgeleitet wird. Dachbegrünung wird sowohl im Misch- als auch im Trennsystem gefördert!
- Mit der Maßnahme wurde noch nicht begonnen.
- Die Dachbegrünung ist nicht verpflichtend (zum Beispiel als Auflage in einem Bebauungsplan, einer Satzung, etc.).
- Die Dachbegrünung entspricht den Anforderungen an den Aufbau. Damit die Dachbegrünung wie gewünscht Regenwasser speichern kann, muss sie mit einem Mindestaufbau von 10 Zentimetern hergestellt werden oder so, dass sie eine Wasserspeicherkapazität von mindestens 25 Litern/m² hat (siehe Herstellerangaben).
Ab einer Förderzusage haben Eigentümer*innen drei Jahre Zeit, die Dachbegrünung umzusetzen. Fristen bei der Beantragung der Förderung gibt es nicht, die Beantragung ist jederzeit möglich.
Die Zukunftsinitiative Klima.Werk
In der Zukunftsinitiative Klima.Werk arbeiten Emschergenossenschaft und Lippeverband gemeinsam mit Städten der Emscher-Lippe-Region an einer wasserbewussten Stadt- und Raumentwicklung, um die Folgen des Klimawandels abzumildern und die Lebensqualität in den Quartieren zu steigern. Der blau-grüne Umbau startete 2005 mit der Zukunftsvereinbarung Regenwasser (ZVR) von Emschergenossenschaft, Emscher-Kommunen und dem Land NRW und entwickelte sich 2014 zur Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen“ weiter, jetzt Zukunftsinitiative Klima.Werk.
Emschergenossenschaft und Lippeverband
Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV) sind öffentlich-rechtliche Wasserwirtschaftsunternehmen, die als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip leben. Die Aufgaben der 1899 gegründeten Emschergenossenschaft sind unter anderem die Unterhaltung der Emscher, die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie der Hochwasserschutz. Der 1926 gegründete Lippeverband bewirtschaftet das Flusseinzugsgebiet der Lippe im nördlichen Ruhrgebiet und baute unter anderem den Lippe-Zufluss Seseke naturnah um. Gemeinsam haben Emschergenossenschaft und Lippeverband rund 2.000 Beschäftigte und sind Deutschlands größter Abwasserentsorger und Betreiber von Kläranlagen und Pumpwerken (rund 782 Kilometer Wasserläufe, rund 1533 Kilometer Abwasserkanäle, mehr als 500 Pumpwerke und 59 Kläranlagen). www.eglv.de