Aufhebung der Sperrung des Fuß- und Radwegs am alten Eisenbahndüker

Lippeverband gibt Weg auf dem Mitteldamm bis zum Ende der Sommerferien frei

Hamm. Der 113 Jahre alte Eisenbahndüker an der Hafenstraße muss erneuert werden. Im Zuge der vorbereitenden Maßnahmen hat der Lippeverband seit dem vergangenen August den Dammweg zwischen der Münsterstraße und der Lippe-Brücke am Nienbrügger Weg (auf Höhe des Yachthafens am Datteln-Hamm-Kanal) für Spazierende und Radfahrende vollgesperrt. Am Donnerstag gibt der Wasserwirtschaftsverband den Rad- und Fußweg temporär bis zum Ende der Sommerferien wieder frei.

Während die eigentliche Baumaßnahme zur Herstellung des neuen Dükers voraussichtlich im kommenden Jahr beginnen wird, führt der Lippeverband bereits umfassende, bauvorbereitende Maßnahmen und weitere Kampfmittelsondierungen durch. Aufgrund des komplexen Bauverfahrens müssen die weiteren Maßnahmen akribisch vorbereitet und eng mit den zuständigen Fachabteilungen und Behörden abgestimmt werden. Zugunsten der Bürger*innen hat der Lippeverband sich dazu entschlossen, die Sperrung des Fuß- und Radwegs auf dem Mitteldamm bis zum Ende der Sommerferien aufzuheben.

Nach Fertigstellung des neuen Dükers kann diese Strecke wieder als Radweg genutzt werden.

100 Jahre Lippeverband
Der Lippeverband wurde vor 100 Jahren – am 19. Januar 1926 – gegründet, um die Folgen der Industrialisierung und des Bergbaus in Einklang mit der Natur, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen zu bringen. Der Verband konnte ohne größere Zeitverluste seine Aufgaben angehen, da sich die Verbandsorgane entschlossen hatten, die Geschäftsführung mit der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft zu vereinigen. Man vermied dadurch den Aufbau einer eigenen Verwaltung. Sitz des neuen Verbandes wurde seinerzeit Dortmund. Dort war die Sesekegenossenschaft ansässig, die bereits 1913 nach Vorbild der Emschergenossenschaft gebildet worden war und nun im Lippeverband aufging. Zuständig war der Lippeverband nicht für das gesamte Lippe-Gebiet ab der Quelle, sondern für den industriell stark geprägten Raum unterhalb Lippborg bis zum Rhein bei Wesel – inklusive der Nebenlaufgebiete. Bis heute lebt der Lippeverband als öffentlich-rechtliche Einrichtung das Genossenschaftsprinzip als Leitidee des eigenen Handelns. Weitere Informationen zum Lippeverband sowie zu Veranstaltungen rund um das 100-jährige Bestehen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf jubilaeum.eglv.de.