Lupia Ahoi!

Lippe-Fähre am Schloss Oberwerries startet am 1. April in die Saison

Hamm. „Handanlegen und kräftig ziehen!“ – das ist ab kommenden Mittwoch, 1. April, wieder angesagt, wenn der Lippeverband seine beliebte Flussquerung Lupia in Betrieb nimmt und in die neue Saison startet: Mit der durch Muskelkraft betriebenen Personenfähre können sich Radfahrende und Spaziergänger*innen wieder eigenständig am Schloss Oberwerries von einem Ufer zum anderen ziehen. Bereits seit 2013 befördert die Fähre freizeitaktive Menschen über die Lippe.

Hintergrund:
Der Name „Lupia“ entstand aus einem Namenswettbewerb zwischen Hammer Bürger*innen. „Lupia“ ist der römische Name für die Lippe. Genau wie die Römer müssen auch die Lupia-Passagiere auf Muskelkraft setzen. Einen Fährmann bzw. eine Fährfrau gibt es nicht. Die Fähre wurde vom Lippeverband und der Stadt Hamm im Rahmen des LIFE+ Projekts Lippeaue installiert.

100 Jahre Lippeverband
Der Lippeverband wurde vor 100 Jahren – am 19. Januar 1926 – gegründet, um die Folgen der Industrialisierung und des Bergbaus in Einklang mit der Natur, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen zu bringen. Der Verband konnte ohne größere Zeitverluste seine Aufgaben angehen, da sich die Verbandsorgane entschlossen hatten, die Geschäftsführung mit der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft zu vereinigen. Man vermied dadurch den Aufbau einer eigenen Verwaltung. Sitz des neuen Verbandes wurde seinerzeit Dortmund. Dort war die Sesekegenossenschaft ansässig, die bereits 1913 nach Vorbild der Emschergenossenschaft gebildet worden war und nun im Lippeverband aufging. Zuständig war der Lippeverband nicht für das gesamte Lippe-Gebiet ab der Quelle, sondern für den industriell stark geprägten Raum unterhalb Lippborg bis zum Rhein bei Wesel – inklusive der Nebenlaufgebiete. Bis heute lebt der Lippeverband als öffentlich-rechtliche Einrichtung das Genossenschaftsprinzip als Leitidee des eigenen Handelns. Weitere Informationen zum Lippeverband sowie zu Veranstaltungen rund um das 100-jährige Bestehen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf jubilaeum.eglv.de.