Lippeverband saniert Kanäle auf 1357 Metern Länge in Hamm-Heessen

Leichte Beeinträchtigungen im Straßenverkehr ab kommenden Montag bis Ende November 2026

Hamm. Im Stadtteil Heessen saniert der Lippeverband auf einer Strecke von zirka 1,3 Kilometern die Abwasserkanäle. Erste vorbereitende Arbeiten beginnen am kommenden Montag, 16. Februar. Die eigentliche Baumaßnahme startet Anfang März und dauert voraussichtlich neun Monate. In diesem Zeitraum kann es im Stadtteil zu leichten Beeinträchtigungen des Verkehrs kommen. Der Lippeverband bittet um Verständnis.

Die Kanalsanierungsmaßnahme betrifft die Straßen Am Kötterberg, Hülseistraße, Hülskamp, Nortbeck, Reinenhof, Schlägelstraße und Vogelsang. Die Kanäle sowie 39 Kanalschächte werden in geschlossener Bauweise saniert. Das bedeutet für die Anwohner*innen weniger Lärm und Staub sowie eine kürzere Bauzeit. Während der Baumaßnahme kann es in der Regel tagsüber von (montags bis freitags) ab 7 Uhr zu Sperrungen der Anliegerstraßen kommen, die gegen 17 Uhr wieder aufgehoben werden.

Anwohner*innen werden 48 Stunden vor Beginn der Sperrungen über diese per Briefeinwurf informiert. Der Lippeverband bittet darum, die Halteverbote einzuhalten, da dies sonst zur Verzögerung der Baumaßnahme führen kann. Voraussichtlich Ende November 2026 sollen die Arbeiten komplett abgeschlossen sein. Insgesamt investiert der Lippeverband rund 450.000 Euro in die Sanierung des Kanals.

Der Lippeverband
Der Lippeverband wurde vor 100 Jahren – am 19. Januar 1926 – gegründet, um die Folgen der Industrialisierung und des Bergbaus in Einklang mit der Natur, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen zu bringen. Der Verband konnte ohne größere Zeitverluste seine Aufgaben angehen, da sich die Verbandsorgane entschlossen hatten, die Geschäftsführung mit der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft zu vereinigen. Man vermied dadurch den Aufbau einer eigenen Verwaltung. Sitz des neuen Verbandes wurde Dortmund. Dort war die Sesekegenossenschaft ansässig, die bereits 1913 nach Vorbild der Emschergenossenschaft gebildet worden war und nun im Lippeverband aufging. Zuständig war der Lippeverband nicht für das gesamte Lippe-Gebiet ab der Quelle, sondern für den industriell stark geprägten Raum von Lippborg bis Wesel – inklusive der Nebenlaufgebiete. Bis heute lebt der Lippeverband als öffentlich-rechtliche Einrichtung das Genossenschaftsprinzip als Leitidee des eigenen Handelns. Weitere Informationen zum Lippeverband sowie zu Veranstaltungen rund um das 100-jährige Bestehen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf jubilaeum.eglv.de.