Zwischen Römern, Kläranlagen und Deichbauten

Lippeverband und Stadt Haltern am See eröffnen Wanderausstellung

Haltern am See. „Mehr als eine Million Menschen haben täglich Kontakt zum Lippeverband – spätestens dann, wenn sie die WC-Spülung drücken. Doch das ist den wenigsten bewusst“, so Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Wasserverbandes. Ein Grund, warum er heute, am Dienstag, 14. Januar, gemeinsam mit Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel in den Räumen der Sparkasse eine Wanderausstellung zu der Geschichte und den Aufgaben des Lippeverbandes eröffnete. „Die sondergesetzlichen Wasserverbände nehmen eine unverzichtbare Aufgabe der Daseinsvorsorge wahr. Ich freue mich, dass wir hier in Haltern am See als erste Stadt im Verbandsgebiet die Ausstellung zeigen können“, sagte Bodo Klimpel, der zugleich Vorsitzender des Lippeverbandsrates ist.

Die Lippe als längster Fluss in NRW hat eine bewegte Geschichte: Die Römer nutzten sie als Handelsstraße, Industrie und Bergbau als Kühlwasser- und Energielieferant. Um die Lippe nutzbar zu machen, begradigte man den Fluss und befestigte sein Ufer mit Steinen. Der Lippeverband kümmert sich heute als öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen um die Renaturierung, Abwasserreinigung, den Hochwasserschutz und die Gewässerunterhaltung. Eine Wanderausstellung, die in den nächsten Monaten durch die Mitgliedskommunen des Wasserverbands tourt, erzählt mit großformatigen und eindrucksvollen Fotos diese Geschichte.

„Die kompakte und übersichtliche Ausstellung thematisiert neben den Rubriken Technik und Umwelt auch das Engagement unseres Lippeverbandes in den Bereichen Bildung und Gesellschaft“, sagte Uli Paetzel. Ihren festen Platz in der Ausstellung haben unter anderem das Deichsanierungsprojekt „HaLiMa“ genauso wie Hintergrundinformationen zu den 54 Kläranlagen des Verbandes.

Die Ausstellung widmet sich darüber hinaus den wissenschaftlichen Forschungen zur Rolle des Verbandes während des Nationalsozialismus: „Zu unserem Selbstverständnis gehört ein klares Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Die Aufarbeitung dieser Zeit war daher dringend geboten“, so Uli Paetzel dazu.

Die Ausstellung kann bis zum 5. Februar 2020 in der Sparkasse Haltern am See, Koeppstr. 2, 45721 Haltern am See, während folgender Öffnungszeiten besucht werden:

Montag

09:00-12:30, 14:00-16:00 Uhr

Dienstag

09:00-12:30, 14:00-16:00 Uhr

Mittwoch

09:00-12:30 Uhr

Donnerstag

09:00-12:30, 14:00-18:00 Uhr

Freitag

09:00-12:30, 14:00-16:00 Uhr

Danach wandert die Ausstellung durch das Lippeverbandsgebiet.