Dortmund: Roßbach-Renaturierung: Betonkorsett verschwindet bald

Dortmund. Die Arbeiten der Emschergenossenschaft zur ökologischen Verbesserung des Roßbachs schreiten voran. Im Bereich zwischen Marten und Wischlingen werden in Kürze die Sohlschalen entfernt und das Gewässer naturnah umgestaltet - aktuell muss für diese geplanten Arbeiten im Bereich Wischlingen der Rad- und Wanderweg entlang der OWIIIa gesperrt werden. Aus Gründen der Verkehrssicherheit bleibt der Weg ab sofort für die gesamte Bauzeit bis voraussichtlich Dezember 2019 gesperrt. Die Emschergenossenschaft bittet um Verständnis.

Eine Umleitung über Rahmer Straße und Arminiusstraße ist ausgeschildert. Da die Sperrung den überörtlichen Radweg betrifft, wurde die Sperrung von der Emschergenossenschaft nicht nur mit der Verkehrsbehörde der Stadt Dortmund abgestimmt, sondern auch mit dem Regionalverband Ruhr (RVR).

Zum Hintergrund:
Im Rahmen der laufenden Baumaßnahme zur ökologischen Verbesserung des Roßbachs von km 0,00 bis km 4,40 (einschl. Dellwiger Bach, Bärenbruchgraben, Rahmer Graben und Winkelgraben) wurden bisher folgende Arbeiten durchgeführt:
• Fertigstellung Baustelleneinrichtung und Bodenzwischenlager, Baufeldfreimachung, Oberbodenabtrag und Beginn vorbereitende Arbeiten im Bereich des zu errichtenden Deichlückenschlusses in Wischlingen
• Herstellung der Baustraße entlang des Gewässers von Marten bis zum Bodenzwischenlager im Bereich Wischlingen
• Herstellung der neuen Gewässertrasse in Wischlingen
• Beginn der Arbeiten am Rahmer Graben
• Beginn der Arbeiten am Dellwiger Bach

Über den weiteren Fortschritt der Bauarbeiten wird die Emschergenossenschaft wie gewohnt informieren!

Die Emschergenossenschaft
Die Emschergenossenschaft ist ein öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen, das effizient Aufgaben für das Gemeinwohl mit modernen Managementmethoden nachhaltig erbringt und als Leitidee des eigenen Handelns das Genossenschaftsprinzip lebt. Sie wurde 1899 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet und kümmert sich seitdem unter anderem um die Unterhaltung der Emscher, um die Abwasserentsorgung und -reinigung sowie um den Hochwasserschutz.

Seit 1992 plant und setzt die Emschergenossenschaft das Generationenprojekt Emscher-Umbau um, in das über einen Zeitraum von rund 30 Jahren prognostizierte 5,266 Milliarden Euro investiert werden. Diese Kosten werden zu rund 80 Prozent von den Mitgliedern der Emschergenossenschaft getragen, d.h. von Bergbau, Industrie und Kommunen. Knapp 20 Prozent steuern das Land NRW und die EU über Fördermittel bei.

Voraussichtlich Ende 2020 soll die Emscher, einst der „dreckigste Fluss Europas“, weitestgehend wieder vom Abwasser befreit sein und – wo der Platz es zulässt – naturnah umgestaltet werden.