ALFA – Hochwasserschutz in Nordwesteuropa

Die Abkürzung ALFA steht für Adaptive Land Use for Flood Alleviation (Angepasste Landnutzung zur Hochwasserverminderung). Ziel des von der EU geförderten Interreg IV B-Projektes ist es, die Bewohner Nordwesteuropas besser gegen die Auswirkungen von Hochwasserereignissen zu schützen, wie sie durch den Klimawandel zunehmend hervorgerufen werden können. Beteiligt sind sechs Institutionen aus fünf europäischen Ländern:

  • Rijkswaterstaat (NL) (Lead Partner)
  • Eden Rivers Trust (UK)
  • EMSCHERGENOSSENSCHAFT (D)
  • Interdepartmental Institute Grand Lacs de Seine (F)
  • Land Rheinland-Pfalz (D),
  • Vlaamse Milieumaatschappij (B)

In den Partnerregionen werden für die Abpufferung von Hochwasserspitzen neue Wasserspeicherungskapazitäten geschaffen. Heute überwiegend land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen sollen so gestaltet werden, dass sie in Extremsituationen zum Schutz von Menschenleben und Sachwerten entlang der Flüsse dienen können, ohne dass die gegenwärtige Landnutzung dabei einschneidend verändert wird.

Ziele des Projekts sind:

  • Verbesserte regionale Strategien und Maßnahmen durch eine intensive Kooperation
  • Innovative technische Lösungen zur Erhöhung der Wasserretentionskapazität oder Verminderung des  Abflusses in den Projektgebieten
  • Stärkere Sensibilisierung der Anrainer
  • Optimierter sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Nutzen in den Projektgebieten

Wir sind im Rahmen von ALFA mit unserem Pilotprojekt Pöppinghauser Bogen aktiv, das für einen verbesserten Hochwasserschutz an der 40 km langen, deichgeschützten Strecke stromabwärts sorgt. Die geplanten Maßnahmen kombinieren bausteinhaft die Herstellung natürlicher Retentionsflächen am Fluss und Vorsorgemaßnahmen für Extremereignisse einerseits mit der Umsetzung gestalterischer Akzente aus dem Masterplan Emscher-Zukunft und der Sicherung archäologischer Spuren andererseits. Anlieger und private Grundeigentümer sollen eingebunden werden.

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Adaptive Land Use for Flood Alleviation

Ziel des EU-Förderprojektes ist es, neue Kapazitäten zu schaffen, um Wasser zu speichern oder Hochwasserspitzen abzufedern. Detaillierte Informationen finden Sie im Internet.

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Future Cities – Was bedeutet der Klimawandel für die Städte in Nordeuropa?

Niederschlagsreichere Winter und heißere, trockene Sommer sind deutliche Anzeichen für eine veränderte Klimasituation, die besonders in den Städten, die für extreme Wettersituationen besonders anfällig sind, neue Strategien notwendig macht. Das EU-Projekt „Future Cities“ konzentriert sich auf wasserwirtschaftliche und städtebauliche Maßnahmen in dicht besiedelten Bereichen, da hier die Anpassungsmaßnahmen besonders kostenintensiv sind und innovative Lösungen erfordern.

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