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17.04.12
Abwasserkanal entsorgt künftig das Schmutzwasser
Oberhausen. Den Ober- und Mittellauf des Läppkes Mühlenbachs hat die Emschergenossenschaft bereits in den 1990er-Jahren vom Abwasser befreit und ökologisch umgestaltet. In den kommenden Wochen wird nun der letzte Abschnitt von der Dellwiger Straße bis zum Düker unter dem Rhein-Herne-Kanal „angepackt“. Zunächst werden wieder ein unterirdischer Abwasserkanal sowie eine Regenwasserbehandlungsanlage gebaut. Durch den Kanal fließt künftig das Schmutzwasser, die Behandlungsanlage trennt den sauberen Regenwasseranteil vom Abwasser.

Die geplante Baumaßnahme umfasst folgende Arbeiten: Bis Ende April wird ein Bauunternehmen im Auftrag der Emschergenossenschaft beginnen, unmittelbar am Läppkes Mühlenbach ein sogenanntes Entlastungsbauwerk für die Regenwasserbehandlungsanlage zu errichten und einen in zirka acht Meter Tiefe verlaufenden Abwasserkanal bis zum Rhein-Herne-Kanal im Vortriebsverfahren zu bauen.
Zeitgleich wird vor dem Rhein-Herne-Kanal auf der westlichen Seite des Läppkes Mühlenbachs ein Schachtbauwerk für ein provisorisches Pumpwerk erstellt. Dieses Pumpwerk wird nach Fertigstellung der Maßnahme Ende 2013 in Betrieb bleiben, bis der große Abwasserkanal Emscher (AKE) voraussichtlich im Jahr 2017 fertig gestellt ist. Im September 2012 wird der Bau eines Stauraumkanals mit einem Durchmesser von 2,60 Meter beginnen, der die Verbindung zwischen der Dellwiger Straße und dem Gehölzgarten Ripshorst herstellen wird.
Die Bauzeit bis zur Inbetriebnahme ist von April 2012 bis Dezember 2013 geplant. In dieser Zeit wird es eine Baustraße auf den Flächen des Gehölzgartens Ripshorst mit einer Zufahrt an der Stichstraße zur Ripshorster Straße 255 und einer Ausfahrt am Läppkes Mühlenbach geben. Die Baustraße schneidet die direkte Wegeverbindung vom Gehölzgarten Ripshorst bis zur Unterführung der Bahnlinie Walzwerktrasse ab.
Aus Sicherheitsgründen können Besucher des Gehölzgartens Ripshorst die Baustraße nicht kreuzen, dieser Weg muss für die Dauer der Baumaßnahme gesperrt werden. Umleitungen für die Besucher werden eingerichtet. Die Emschergenossenschaft bittet um Verständnis.
© Emschergenossenschaft/Lippeverband