Direkt zum Inhalt oder zur Hauptnavigation oder zum Seitenabschluss.
Sie befinden sich hier: WasserportalPressePresseinformationenPresseinformationen Detail
10.07.10
Die Gesamtschule Duisburg-Neumühl/Hamborn benennt sich um in „Gesamtschule Emschertal“
Duisburg. Über Jahrzehnte galt sie als Meideraum: die Emscher, als Kloake und Köttelbecke verschrien. Sprichwörtlich „den Vogel gezeigt“ hätte manch einer, wenn man vor einigen Jahren von einer sauberen Emscher mit grünen Ufern gesprochen hätte – und dass eine Schule sich den Namen „Emschertal“ gibt. Beide Visionen werden nun Realität: Die Emscher befindet sich längst im Umbau und aus der städtischen Gesamtschule Duisburg-Neumühl/Hamborn wird jetzt die „Gesamtschule Emschertal“ (GET). Mit der Umbenennung geht eine Kooperation zwischen Schule und EMSCHERGENOSSENSCHAFT einher.
„Der neue Name passt zu dieser Schule: Mitten im Emschertal gelegen ist sie ein Sinnbild für Tradition, aber auch für Aufbruch und Veränderung, mit Schülern, die die Zukunft unserer Gesellschaft positiv gestalten werden“, sagt Dr. Emanuel Grün, technischer Vorstand der EMSCHERGENOSSENSCHAFT, anlässlich der Umbenennung.
„Die Gesamtschule Neumühl hat schon seit langem einen neuen Namen gesucht. Die alte Bezeichnung war doch sehr sachlich und technisch. Da fehlte die Beziehung“, erklärt Schulleiter Ulrich Stockem. Zumal auch noch ein Oberstufenstandort in Hamborn zur Gesamtschule gehört, nämlich das ehemalige Gebäude des Clauberg-Gymnasi-ums in der Kampstraße. An das „Neumühl“ wurde daher noch ein „Hamborn“ angehängt, das Ergebnis war jedoch ein recht technokratischer Name: Städtische Gesamtschule Duisburg-Neumühl/Hamborn.
Bezugspunkt Emscher
Ein neuer Name musste her – und vor allem ein gemeinsamer Bezugspunkt für alle Schüler/innen. Der Bezugspunkt war in diesem Fall die Emscher. Denn beide Schulstandorte liegen zwischen Alter und Neuer Emscher, hinter der Schule befindet sich das Emscher-Pumpwerk Schmidthorst.
Der Umbau des Emscher-Systems ist bereits seit Anfang der 90er-Jahre in vollem Gange. Aus dem einst schmutzigsten Fluss Deutschlands wird wieder eine vitale Lebensader im Revier, im Emschertal. „Deshalb passt die Verbindung zu unserer Schule auch so gut. Wir haben in Neumühl einen Stadtteil, der nicht zu den Top-Adressen in Duisburg zählt. Gerade deshalb muss man an Perspektiven, an der Zukunft arbeiten, Werte vermitteln, Akzeptanz erzeugen. Genauso wie die EMSCHERGENOSSENSCHAFT aus dieser Region das Neue Emschertal schaffen will“, so der Schulleiter.
Die Abkürzung GET (Gesamtschule Emschertal) – steht im Englischen auffordernd für „sei“ oder „werde“ – eignet sich darüber hinaus hervorragend für Wortspiele, etwa wie: „GET ready for the future“ – Sei bereit für die Zukunft. Die Gesamtschule Emschertal ist es bereits in jedem Fall!
Mit der Umbenennung der Gesamtschule beginnt eine weitergehende Kooperation zwischen EMSCHERGENOSSENSCHAFT und Schule: Unter anderem unterstützt der Wasserverband die Schüler bei einer im September stattfindenden Projektwoche zum Thema Emscher, es bestehen darüber hinaus weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit in Form von Bachpatenschaften oder der Unterstützung von naturwissenschaftlichen Unterrichtsprojekten an der Schule durch die Bildungsabteilung der EMSCHERGENOSSENSCHAFT.
Der Emscher-Umbau
Die EMSCHERGENOSSENSCHAFT setzt den Umbau des Emscher-Systems seit Anfang der 90er-Jahre um. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 4,4 Milliarden Euro und wird 2020 abgeschlossen sein. Bis heute wurden rund 2 Milliarden Euro in den Bau dezentraler Kläranlagen, neuer unterirdischer Abwasserkanäle und die Umgestaltung von Gewässerlandschaften investiert. Etwa 215 von 400 Kanalkilometern sind bereits verlegt worden, knapp 60 von 350 Kilometern an Gewässerläufen wurden ökologisch verbessert.
© Emschergenossenschaft/Lippeverband