Emscher 3.0 – Wie der blaue Himmel über der Ruhr in die einstige „Köttelbecke“ fiel

09.04.13

Neues Buch reflektiert den Umbau des Emscher-Systems

Gelsenkirchen/Emschergebiet. „Von Grau zu Blau“ ist ein neues Buch untertitelt, das einen Blick auf die Entwicklung des Emscher-Systems und die Wandlung der Ex-Köttelbecke in einen naturnahen Fluss wirft. Herausgegeben wird „Emscher 3.0 – Von Grau zu Blau oder: Wie der blaue Himmel über der Ruhr in die Emscher fiel“ vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie im Ketteler Verlag. Vorgestellt wurde es am Dienstag von Professor Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts und Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft.

Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, schreibt in ihrem Vorwort: „Die Vision der »blauen Emscher im grünen Emschertal« wird Schritt für Schritt Wirklichkeit. War der Fluss früher eine wichtige Lebensader für die Industrie des Ruhrgebiets, ist er heute zu einem Symbol und Element des Strukturwandels geworden und hat die Region zu einem wertvollen Stück Lebensraum gemacht, dessen Lebensqualität sich in den vergangenen Jahren spürbar verbessert hat.“

So wie die Region, durch die sie fließt, verändert sich auch die Emscher stetig. Der Umbau der Emscher stellt eine neue Phase in der Geschichte des Flusses dar. Die zu bewältigenden Herausforderungen sind nicht nur technischer Art, sondern betreffen ökonomische, ökologische und soziale Innovationen sowie das Leben entlang der Emscher in all seinen Facetten. Was lässt sich aus dem Emscher-Umbau für die anstehenden Aufgaben in anderen Infrastrukturbereichen lernen?

Dieser Frage ist das „Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie“ nachgegangen. Die Antworten lesen sich auf 109 Seiten im neuen Buch „Emscher 3.0 – Von Grau zu Blau oder: Wie der blaue Himmel über der Ruhr in die Emscher fiel“, das am Mittwoch, 10. April, im Ketteler Verlag erscheint (19,90 Euro).

Das Werk blickt auf die Entwicklung des Emscher-Systems von Emscher 1.0 (Von der Urphase bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts) über Emscher 2.0 (Ein Fluss als Werkzeug der Industrialisierung) bis zu Emscher 3.0 (Die Revitalisierung der Emscher). Vorgestellt wurde das Buch am Donnerstag im Rahmen der Emscher-Lippe-Gespräche im Wissenschaftspark in Gelsenkirchen. Die Emschergenossenschaft und der Lippeverband haben mit diesem neuen Format eine jährlich wiederkehrende Veranstaltungsreihe rund um das Thema „Nachhaltige Wasserwirtschaft“ gestartet.

Das Format „Emscher-Lippe-Gespräche zu einer Nachhaltigen Wasserwirtschaft“ bietet eine Plattform für Diskussionen über ökologische, ökonomische und soziale Aspekte der Nachhaltigkeit in Bezug auf die Wasserwirtschaft an Emscher und Lippe. Initiatoren der Veranstaltung sind die Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband. Auf der Fachkonferenz traten am Dienstag die Flussmanager in Dialog mit regionalen und überregionalen Akteuren, Fachleuten aus der wasserwirtschaftlichen, landschafts- und stadtplanerischen Praxis, Vertretern von lokaler Politik und Wirtschaft, Wissenschaftlern sowie Natur- und Umweltinteressierten.