Revitalisierungsprozess im Dialog

1986 trafen sich Vertreter der Sesekestädte und des LIPPEVERBANDES gemeinsam mit dem damaligen Umweltminister Klaus Matthiesen und Vertretern der Wasserbehörden, um das Sesekeprogramm erstmals in großer Runde zu diskutieren.

Seither ist viel passiert: über 70 Kilometer neue geschlossene Abwasserkanäle von insgesamt 85 Kilometer wurden gebaut, Regenwasserbehandlungsanlagen und Rückhaltungen angelegt sowie bereits mehr als 40 Kilometer Gewässerstrecken ökologisch verbessert.

Und von Anfang an hat die gute Praxis der ersten Stunde, der Dialog aller Beteiligten, den langen Revitalisierungsprozess begleitet.

Kommunikation von Anfang an

Die Aufgabe war nicht einfach. Schnurgerade ausgebaute, offene Schmutzwasserkanäle werden in moderne abwassertechnische Infrastruktur einerseits und saubere, naturnahe Gewässer andererseits überführt. In drei Sesekekonferenzen 1992, 2000 und 2003 wurden die kommunalen und regionalen Partner, der Bergbau und die Mitglieder regelmäßig über den Fortschritt und den finanziellen Rahmen des Vorhabens informiert. Mehr noch - 2006 konnte mit dem Seseke-Dialog in Kamen die Thematik über den rein wasserwirtschaftlichen Aspekt hinaus ausgeweitet werden. Welche Impulse für den Strukturwandel, den Städtebau und die Freizeitgestaltung ermöglicht der Sesekeumbau? Welche Perspektiven, Visionen und Meinungen über die Entwicklungen des Raumes ergeben vor dem Hintergrund der neuen, sauberen Seseke?

Auf der Zielgeraden des Umbaus – Gemeinsames Kulturhauptstadtprojekt

„Über Wasser gehen“ – an zwölf Standorten in Lünen, Kamen, Bergkamen, Bönen, Unna und Dortmund werden im Sommer des europäischen Kulturhauptstadtjahres 2010 Kunstobjekte am und im Fluss entstehen. Die Zusammenarbeit zwischen Anrainerkommunen der Seseke, dem Kreis Unna und dem LIPPEVERBAND findet auf der Zielgeraden des Sesekeumbaus eine Fortsetzung der ganz besonderen Art durch die Verknüpfung von Ingenieurbau- und Landschaftskunst. Die Entwürfe für die Kunstwerke thematisieren den Wandel, die Transformation von Natur und Landschaft mit ganz unterschiedlichen Ansätzen. Die meisten der Kunstwerke werden dauerhaft vor Ort verbleiben, andere Installationen sind nur für die Zeit der Ausstellung vom 13. Juni bis zum 26. September 2010 geplant.

Die Ausstellung wird durch ein kulturelles Begleitprogramm mit Führungen, Radtouren und Veranstaltungen an spannenden Orten ergänzt, bei denen Besucher von nah und fern unmittelbar an der Seseke in Kontakt kommen.

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„Über Wasser gehen“ – ein Projekt der europäischen Kulturhauptstadt 2010

Woher kommt der ungewöhnliche Titel „Über Wasser gehen“? Und was genau verbirgt sich hinter dem integrativen Landschafts- und Kulturprojekt an der Seseke und ihren Zuflüssen? Diese und viele weitere Fragen beantwortet ein Blick auf die Webseite des Projektes.

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„EMSCHERKUNST.2010“ – das Kulturhauptstadtprojekt an der Emscher
Die Insel zwischen dem Rhein-Herne-Kanal und der Emscher bildet das Herzstück der Emscher-Region. Und war i2010 im Jahr der europäischen Kulturhauptstadt Spielstätte und Austragungsort für das Ausstellungsprojekt EMSCHERKUNST.2010. 40 Künstlerinnen und Künstler haben 20 Werke unterschiedlichster Art und an ungewöhnlichen Orten geschaffen.

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