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Vor allem in den 90er Jahren haben wir hohe Investitionen für den Ausbau unserer Kläranlagen getätigt. Das erfreuliche Ergebnis ist eine deutlich verbesserte Wasserqualität. Seit 1990 ist auf der gesamten Lippestrecke die Gewässergüteklasse III (mäßig) verschwunden, erreicht wurden bereits damals durchgängig die Güteklassen II (gut) und II/III (befriedigend). Ende der 90er Jahre wurde im Unterlauf die für die gesamte Lippe als Flachlandfluss maximal erreichbare Klasse II verwirklicht.
Als Folge abnehmender Verschmutzung sind viele Kleinlebewesen und empfindliche Fischarten wie Meerforelle und Flussneunauge zurückgekehrt. Vereinzelt wurden sogar Lachse gefunden. Die Wasserqualität der Lippe und ihrer Nebenläufe wird durch automatische Kontrollstationen ständig überwacht.
Im Lippegebiet wird seit Jahrzehnten in großem Umfang Steinkohle-Bergbau betrieben. Dies führt zu mitunter starken Geländesenkungen, die auch die Lippe und ihr Umfeld betreffen. Daher haben wir in Senkungsbereichen teils hohe Deiche entlang des Flusses errichtet. Zum Hochwasserschutz gehört jedoch auch, einen Fluss kontrolliert ausufern zu lassen - dort wo Überschwemmungen kaum Schaden anrichten können, in Flussauen und auf Wiesen und Weiden. An vielen Stellen der Lippe dämpfen solche natürlichen Retentionsräume die Hochwasserspitzen und müssen erhalten bleiben.
© Emschergenossenschaft/Lippeverband