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Die Anfänge reichen bis zum Jahr 1914 zurück, als die EMSCHERGENOSSENSCHAFT das erste Pumpwerk an der Alten Emscher in Duisburg in Betrieb nahm. Seither haben sich Bauausführung, Größe und Anordnung der Maschinen, Transformatoren und Schaltanlagen konsequent weiterentwickelt. Denn eines war von Beginn an klar: Pumpwerke dürfen nicht ausfallen, unbedingte Betriebssicherheit hat höchste Priorität. Die Anlagen sollten und sollen auch bei stärksten Niederschlägen in der Lage sein, den auftretenden Abfluss anzuheben. Würden sie abgeschaltet, stünden weite Teile unserer Region unter Wasser.


Bis heute werden mit 101 Entwässerungs- und 6 Abwasserpumpwerken rund 38 Prozent der Fläche der Emscherregion entwässert. Die 83 Entwässerungs- und 43 Abwasserpumpwerke des LIPPEVERBANDES legen rund 16 Prozent des Einzugsgebietes trocken.
Die Jahr für Jahr aus den Senkungsgebieten in der Emscher- und Lipperegion gepumpte Wassermenge beträgt insgesamt 608 Millionen Kubikmeter. Damit könnte der Essener Baldeneysee 70 Mal gefüllt werden.
Mit der jährlich allein in der Emscherregion geförderten Wassermenge ließe sich der Gasometer in Oberhausen an die 1.000 Mal auffüllen. Noch ein Vergleich: Die Anlage in Gelsenkirchen-Horstermark fördert bei maximaler Leistung (868 Kilowatt) in einer Sekunde 3.600 Liter, was dem Inhalt von 30 Badewannen entspricht.
Das leistungsstärkste Pumpwerk des LIPPEVERBANDES steht am Sickingsmühlenbach in Marl. Es entwässert ein rund 8.000 Hektar großes Gebiet. Mit einer installierten Leistung von 3.840 Kilowatt – so stark wie ein ICE-Triebwagen – kann das Pumpwerk bei Starkregen bis zu 20.000 Liter pro Sekunde bewältigen.
© Emschergenossenschaft/Lippeverband