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Abwasserreinigung ist ein energieintensiver Prozess. Einerseits. Andererseits gelingt es uns, unsere Energiekosten spürbar zu reduzieren, indem wir insbesondere die „erneuerbare Energiequelle“ Klärgas vor Ort für die eigene Versorgung nutzen. Das erforderliche technische Know-how entwickeln wir größtenteils in eigenen Pilotanwendungen und Testbetrieben, oft in Kooperation und Austausch mit anderen Fachexperten aus Industrie, Forschung und Lehre. Darüber hinaus arbeiten wir permanent daran, mit abgestimmten Einzelmaßnahmen die Effizienz unserer Kläranlagen insgesamt zu steigern.
Klärschlamm, Klärgas und Rechengut, lange als Reststoffe beim Prozess der Abwasserreinigung angesehen und entsorgt, stellen heute wertvolle Ausgangsstoffe für die Energiegewinnung dar. Daraus erzeugen wir Strom und Prozesswärme, die wir im Schwerpunkt auf den eigenen Anlagen einsetzen.

Allein an Strom konnten 2008 bei der EMSCHERGENOSSENSCHAFT über 70.000 Megawattstunden durch die Nutzung von Klärgas sowie durch Wasserkraft und Dampfturbinen erzeugt werden. Insgesamt liegt die Eigenenergieerzeugung auf den Anlagen entlang der Emscher bei durchschnittlich rund 50 Prozent bei Standorten mit Blockheizkraftwerk und Wasserkraft.
Beim LIPPEVERBAND konnte die Eigenenergieerzeugungsquote ebenfalls in den letzten Jahren gesteigert werden und betrug in 2008 knapp 40 Prozent. Hier machen sich Unterschiede in der Gebiets- und Anlagenstruktur zwischen den beiden Verbänden bemerkbar. Der LIPPEVERBAND ist stärker dezentral aufgestellt; er verfügt an 14 seiner 53 Kläranlagenstandorte über Möglichkeiten der Schlammentwässerung. Dort, wo es Blockheizkraftwerke gibt, sind diese ebenfalls kleiner ausgelegt als an den insgesamt nur 4 großen Kläranlagenstandorten der EMSCHERGENOSSENSCHAFT.
Mit dem Energiemanagement auf unseren Kläranlagen verfolgen wir das Ziel größtmöglicher Wirtschaftlichkeit. Einerseits reduzieren wir kontinuierlich durch technische Optimierung den Energiebedarf der Anlagen und andererseits decken wir den sinkenden Bedarf mehr und mehr durch Eigenenergie.
© Emschergenossenschaft/Lippeverband