Hochwasserrückhaltung

„Verstetigung des Wasserabflusses“ und „Retention“ nennen es die Fachleute. Gemeint ist das kontrollierte Zulassen von Überflutungen auf dafür vorgesehenen Flächen rechts und links der Fliessgewässer. Heute überwiegend land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen werden dabei so gestaltet, dass sie in Extremsituationen zum Schutz von Menschenleben und Sachwerten entlang der Flüsse dienen können, ohne dass die gegenwärtige Landnutzung dabei einschneidend verändert wird.

Engpassplanung

Wo breite Auenbereiche die Flüsse und Bäche begleiten und zusätzlich Flächen für diesen Zweck zur Verfügung stehen, gibt es kein Platzproblem. Für die dicht besiedelten städtischen Bereiche, in denen die Bebauung oft bis dicht an das Ufer reicht und in denen Aufweitungen der Gewässerprofile kaum möglich sind, werden andere Lösungen erforderlich. Eigens angelegte Hochwasserrückhaltebecken im Flussverlauf oberhalb der städtischen Engpässe sorgen dafür, dass im Hochwasserfall die Hochwasserspitzen schon lange, bevor sie die Städte erreichen, abgepuffert werden.

Mehrwert für Mensch und Natur

Hochwasserrückhaltebecken tragen nicht nur zum Hochwasserschutz bei, sondern schaffen auch Voraussetzungen dafür, dass sich hier sehr spezielle Naturräume entwickeln können. Weitgehend ungestört vom Menschen können sich auf diesen Retentionsflächen naturnahe Auenräume mit einem kleinräumigen Wechsel von Feuchtbiotopen, Hochstaudenfluren und Auwaldbeständen wiedereinstellen.

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14 Mio. Badewannenfüllungen für den Hochwasserschutz

Die an der Emscher in Dortmund-Ellinghausen und an der Stadtgrenze zwischen Dortmund-Mengede und Castrop-Rauxel/Ickern geplanten Hochwasserrückhaltebecken haben Flächen von jeweils rund 30 Hektar (vergleichbar 45 Fußballfeldern) sowie ein Speichervolumen von insgesamt etwa 2 Millionen Kubikmetern (vergleichbar 14 Millionen Badewannenfüllungen).

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ALFA – Projekt zum Hochwasserschutz in Nordwesteuropa

Die Abkürzung ALFA steht für Adaptive Land Use for Flood Alleviation (Angepasste Landnutzung zur Hochwasserverminderung). Ziel des EU-Projektes ist es, die Bewohner Nordwesteuropas besser gegen die Auswirkungen von Hochwasserereignissen zu schützen, wie sie durch den Klimawandel zunehmend hervorgerufen werden können. Beteiligt sind sechs Institutionen aus fünf europäischen Ländern. Wir sind über die EMSCHERGENOSSENSCHAFT dort vertreten.

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