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Regelmäßige folgenschwere Überschwemmungen zu Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts führten dazu, Flüsse und Bäche der Emscher-Lippe-Region mit Deichen einzudämmen. Niederschläge und Schmutzwasser sollten in den ausgebauten offenen Abwasserläufen schnell und sicher abtransportiert werden. Pumpwerke verhindern, dass das Wasser sich in den benachbarten Senken sammelt und staut. Ohne eine Vielzahl von Pumpen und Deichen entlang von Emscher und Lippe stünde auch heute noch eine Großteil der Städte immer wieder unter Wasser.
Für die Belastbarkeit der Deiche gelten hohe Sicherheitsstandards: Sie müssen einem statistisch nur alle 200 Jahre wiederkehrenden Hochwasser standhalten können. Wegen des typischen V-Profils können unsere ausgebauten Wasserläufe bei Hochwasser viel Wasser aufnehmen. Um so wichtiger ist die Standfestigkeit der Deiche. Hier hat sich besonders der Einsatz von Waschberg-Kernen, einem Nebenprodukt des Bergbaus, bewährt. Das Material ist zugleich kostengünstig und für den Deichbau besonders gut geeignet.
Die höchsten Deiche stehen übrigens nicht an der Emscher, sondern an der Lippe. Bei Hamm-Herringen unterhält der LIPPEVERBAND den größten Flussdeich Deutschlands mit 17 Metern Höhe. Die Deiche der EMSCHERGENOSSENSCHAFT dagegen befinden sich nicht nur an der Emscher und ihren Nebengewässern. Im Bereich einer früheren Mündung der Emscher in den Rhein bei Duisburg-Beeckerwerth unterhalt die EMSCHERGENOSSENSCHAFT auch vier Kilometer Rheindeiche. Sie schützten den ehemaligen Mündungsbereich der Emscher vor Rheinhochwasser.
© Emschergenossenschaft/Lippeverband