Allgemeines und Begriffserklärung

Schäden werden für das Überflutungsgebiet und die potenziellen Überflutungsgebiete getrennt ermittelt. Für die potenziellen Überflutungsgebiete ist eine Gleichzeitigkeit zweier oder mehrerer Überflutungen auszuschließen. Dies ist begründet durch die starke Volumenabnahme der Hochwasserwelle unterhalb einer angenommenen Deichversagensstelle. Es ist daher im HWAP Emscher – außer für die Überflutungsgebiete und das Extremereignis mit Überströmungssicherung - nicht zulässig, Schadenssummen über das Gesamtgebiet zu bilden. Bei der Ermittlung der Schäden je Stadt/kreisfreie Stadt muss berücksichtigt werden, an welchen potenziellen Überflutungsgebieten Flächenanteile bestehen.

Die Schadenstabellen je Stadt/kreisfreie Stadt sowie die Tabelle mit den Ergebnissen für das Gesamtgebiet sind dem Kapitel "Schäden je Stadt" und den Anlagen zu entnehmen. Die Schäden je Bereich, d.h. getrennt für die jeweiligen potenziellen Überflutungsgebiete, befinden sich in dem Kapitel "Schäden nach Bereichen" und den Anlagen.

Die Tabellen sowohl in der Anlage "Schäden je Stadt" als auch in "Schäden nach Bereichen" beinhalten – neben den Einzelwerten der verschiedenen Schadenskategorien – auch Schadenssummen, die die Objektschäden, die Schäden an Gewerbe- und Industriebetrieben, die Schäden an der Infrastruktur, an land- und forstwirtschaftlicher Nutzfläche, die Schäden an Kraftfahrzeugen (nur für Stadt/Gemeinde berechnet, nicht für die Bereiche) sowie die Folgekosten des Schadensereignisses (Hilfsdienste, Aufräumarbeiten, Unterbringungskosten etc.) zusammenfassen. Beachtet werden muss bei der Emscher auch, dass die Einstautiefen in den Bergsenkungsbereichen teilweise sehr groß sind und nicht nur die Schäden sondern auch die Gefahren für die ansässige Bevölkerung sehr groß sind.