Allgemeines

Da die Emscher in großen Teilbereichen eingedeicht ist, stellt sich die Situation im Bereich Hochwasservorsorge anders dar als an den meisten anderen Gewässern. Die Emscher verursacht nur im Stadtbereich Dortmund nennenswerte Überflutungen, in den anderen Gemeinden entsteht eine Hochwassergefährdung nur in den Polderflächen hinter den Deichen wenn der Hochwasserschutz versagt bzw. die Bemessungsgrenze überschritten wird.

Vorbeugender Hochwasserschutz ist nicht allein eine wasserwirtschaftliche Aufgabe, sondern auch die Raumordnung muss ihren Beitrag zum Hochwasserflächenmanagement leisten. Sie muss ihre Instrumente zum Erhalt und zur Wiederherstellung von Retentionsräumen und versickerungsfähigen Böden einsetzen und auf eine vorsorgende Risikobeachtung in überflutungsgefährdeten Räumen hinwirken (Ministerkonferenz für Raumordnung, MKRO 2000).

Die Verbesserung herkömmlicher Schutzeinrichtungen und des Abflussmanagements ist erforderlich, um Hochwasserrisiken weiter zu mindern. Die Erhaltung noch vorhandener Überschwemmungsbereiche, sowie deren Vergrößerung durch Rückgewinnung ehemaliger oder Schaffung neuer Überschwemmungsbereiche ist das allgemeine Ziel. Überschwemmungsbereiche sind für den Abfluss und die Retention von Hochwasser zu sichern und frei von Siedlungen und wasserempfindlichen Nutzungen zu halten.

Da die Kommunen die eigentlich Betroffenen bei Hochwasserereignissen sind und obwohl Hochwasservorsorge- und -schutzmaßnahmen im Emschergebiet in der Regel von der EMSCHERGENOSSENSCHAFT erarbeitet werden, wurden sie zu dem Themenkomplex Hochwasservorsorge/Hochwasserschutz befragt. Die Ergebnisse der Befragung und weitere Unterlagen sind in der Anlage "Verhaltensvorsorge" aufgeführt.