Pumpwerke

Von der EMSCHERGENOSSENSCHAFT werden – insbesondere in den durch Bergsenkungen hervorgerufenen abflusslosen Senkungsbereichen – zahlreiche Pumpwerke betrieben. Diese entwässern weite Bereiche (ca. 40 %) des Emschereinzugsgebietes, die auf Grund der Gefällesituation oder Eindeichungen nicht natürlich entwässert werden können. Alle Pumpwerke werden elektrisch betrieben und fallen bei Unterbrechung der Stromzufuhr – z. B. im Hochwasserfall – aus. Bei Ausfall des gesamten Pumpwerkes bzw. einzelner Druckstufen wird das Einzugsgebiet des jeweiligen Pumpwerkes mehr oder weniger stark eingestaut (und die Emscher entlastet). Die Hochwassergefährdung an den Nebenläufen der Emscher durch Ausfall von Pumpwerken ist jedoch nicht Thema des HWAP Emscher.

Eine Liste der Pumpwerke befindet sich in der Anlage. Pumpwerke, die in potenziellen Überflutungsgebieten liegen und bei Eintreten eines Deichversagens möglicherweise ausfallgefährdet sind, sind in der Tabelle farblich gekennzeichnet. Informationen zu den in die Emscher entwässernden Pumpwerken befinden sich auch in der Tabelle zur Ermittlung des Extremereignisse

Die Standorte der Pumpwerke sind den "Übersichtskarten Emscher Gewässerverlauf" zu entnehmen.

Pumpwerke, die in den mit 2D-Strömungs­modellierung ermittelten potenziellen Überflutungsgebieten liegen bzw. deren Einzugsgebiete bis in diese Flächen hineinreichen, wurden im HWAP Emscher speziell berücksichtigt. Sie wurden mit ihren Leistungsmerkmalen Förderleistung in Abhängigkeit vom Wasserstand und Ausfallwahrscheinlichkeit bei der Flutung der Polder angesetzt.

Für die meisten Pumpwerke war die Einstauhöhe ab der das gesamte Pumpwerk bzw. einzelne Druckstufen ausfallen, nicht bekannt. Hier wurden in Absprache mit der EMSCHERGENOSSENSCHAFT plausible Annahmen getroffen.