In Planung bzw. Ausführung befindliche Maßnahmen

Machbarkeitsstudie Emscherhauptlauf

Für die Emscher wurden vor einigen Jahren drei Denkmodelle entwickelt, die aufzeigten, wie der Fluss und das Umland umgestaltet werden können:

  • Blaugrünes Netz

  • Emscher Auental und

  • Wilder Fluss.

Jedes dieser drei Denkmodelle ist durch bestimmte Charakteristiken definiert, die in verschiedenen Veröffentlichungen der EMSCHERGENOSSENSCHAFT nachgelesen werden können (z. B. EMSCHERGENOSSENSCHAFT, 2001c, 2001f, 2001g). Jedes Denkmodell wurde von Dortmund bis Dinslaken durchgängig betrachtet. Sie dienten dazu, die unterschiedlichen Möglichkeiten, die mit der Umgestaltung der Emscher verbunden sind, aufzuzeigen.

Masterplan Emscher-Zukunft

Die positiven Aspekte der vorgenannten Denkmodelle werden im derzeit laufenden Masterplan Emscher-Zukunft gebündelt und weiterentwickelt. Zusätzlich werden in die Planung weitere Aspekte integriert, wie z. B. die Niedrigwassergegebenheiten, die stärker berücksichtigt werden (TW-Abfluss Kläranlage Dortmund-Deusen: ca. 2.6 m³/s, Kläranlage Bottrop: ca. 6 m³/s).

Vorlaufend zum Masterplan wurde ein EU-weiter freiraumplanerischer und städtebaulicher Wettbewerb zur Gestaltung von drei Beispielbereichen (Dortmund-Mengede, Bottrop-Welheimer Mark, Oberhausen-Buschhausen) ausgeschrieben.

Die Einmündungen der Emschernebenläufe werden beim Projekt Emscherhauptlauf mit beplant. Meist ist in den Mündungsbereichen der Nebenläufe eine Regenwasserbehandlung geplant. Die damit verbundenen, potenziellen Regenrückhaltebecken (vor Einleitung in das Gewässer), werden auch im Projekt Emscherhauptlauf weiter verfolgt.


Abwasserkanal Emscher

Schlüsselprojekt des Emscherumbaus ist ein parallel zur Emscher verlaufender zentraler Abwasserkanal von Dortmund bis Dinslaken, in dem das Abwasser zu den Kläranlagen Dortmund-Deusen, Kläranlage Bottrop und Klärwerk Emschermündung transportiert wird. Baubeginn war in 2003, die Fertigstellung soll im Jahr 2019 erfolgen. Der Kanal wird eine Gesamtlänge von rund 50 Kilometern erreichen.

Der Abwasserkanal Emscher wird die Gebiete der Großstädte Essen, Gelsenkirchen, Oberhausen, Bochum und Bottrop sowie weiterer Mittelstädte im Ruhrgebiet ganz oder teilweise entwässern. Letztendlich soll sämtliches Abwasser durch Kanäle den Kläranlagen zufließen und der Emscher nur gereinigtes Abwasser zugeführt werden.


Vorgezogene Planungen

In einigen Bereichen werden Maßnahmen schon vor dem Beginn der Umgestaltung des Emscherhauptlaufes begonnen. Das sind:

  • Planung und Bau von Hochwasserrückhaltebecken im Dortmunder Bereich (z. Z. werden Standorte in Mengede und Ellinghausen verfolgt). Die Standorte sind weitgehend festgelegt, da mit der Hochwasserrückhaltung in Dortmund die effektivste Wirkung für den gesamten weiteren Verlauf der Emscher erreicht werden kann.
  • Ersatz des Dükers/Durchlasses unter dem Rhein-Herne-Kanal durch einen Neubau weiter nördlich, der eine Umlegung der Emscher erforderlich macht. Dies ist eine Maßnahme des Wasserstraßenneubauamtes Datteln.

Es wird angestrebt, in den Gebietsentwicklungsplänen (GEP) entlang der Emscher auf einem 80 Meter breiten Streifen das Planzeichen „Regionaler Grünzug“ ausweisen zu lassen, um diesen Bereich von weiterer Bebauung freizuhalten.