Historische Hochwasserereignisse

An der Emscher sind seit Beginn der Eindeichung nur wenige historische Hochwasserereignissen bekannt, die nicht gut dokumentiert sind. Einige Unterlagen von Hochwasser­ereignissen sind in der Anlage

"Historische Hochwasserereignisse" zusammengestellt.

Ein größeres Hochwasserereignis am 14./15.08.1954, das auf einem ungewöhnlich starken Dauerregen beruhte, wurde von E. Sons (1955/1956) relativ ausführlich beschrieben. Er verweist auf weitere Augusthochwässer in den Jahren 1917 und 1938. Zum Hochwasserereignis von 1917 konnten keine Unterlagen ermittelt werden.

Ein außergewöhnliches Winterhochwasser im Februar 1946 führte dazu, das der rechte Emscherdeich nördlich von Essen auf einer Strecke von 50 m brach und Teile von Essen-Karnap und Gelsenkirchen-Horst unter Wasser gesetzt wurden (vgl. Titelfoto und EMSCHERGENOSSENSCHAFT, 1957, S. 157). Dieses Deichversagen ist wahrscheinlich auf die Schwächung des Systems durch die Kriegseinwirkungen zurückzuführen. Auch zu diesem Ereignis konnten keine weiteren Unterlagen aufgefunden werden.

Ein Großschadensereignis größeren Ausmaßes trat nach dem Februarhochwasser 1909 ein, als die Regelung der Vorflut im Emschergebiet durch die EMSCHERGENOSSENSCHAFT erst am Beginn stand und noch keinen Schutz gegen Hochwasser bot. Dort waren Flächen von über 2700 ha betroffen, mit Einstautiefen von z. T. mehreren Metern. Auch hier sind mit Ausnahme des Hinweises im zitierten Artikel von E. Sons (1955/1956) keine weiteren Aufzeichnungen aufgefunden worden.