Hochwasserschutz und Hochwassergefährdung

Im HWAP Emscher werden die im "Endentwurf zur Ermittlung und Festsetzung von Überschwemmungsgebieten" (NRW-Arbeitsgruppe Ermittlung und Festsetzung von Überschwemmungsgebieten, 2001) eingeführten Begriffe verwendet. Das Dokument kann in der Anlage "Begriffserklärung Überflutungsgebiete" eingesehen werden. Dort befindet sich auch eine Abbildung der Grenzen des Überflutungsgebiets und anderer Teile des hochwassergefährdeten Gebietes zur Erläuterung der Begriffe. Ebenfalls in der Anlage "Begriffserklärung Überflutungsgebiete" befinden sich ein Auszug aus den Handlungsempfehlungen der Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO 2000) und eine tabellarische Auflistung der bekannten hochwassergefährdeten Gebiete.

Die Beschreibung der Methodik findet sich in zusammengefasster Form im Kapitel "Veranlassung und Projektorganisation". Eine Erläuterung der wichtigsten hier verwendeter Begriffe findet sich im Glossar dieses Berichtes.

Für die Emscher lagen bisher keine Erkenntnisse zu Überflutungsgebieten und potenziellen Überflutungsgebiete vor. Diese Flächen wurden im Rahmen des HWAP Emscher für das HW100 für den gesamten Emscherverlauf mit Ausnahme der Quellregion ermittelt. Für das HW200 und das Extremereignis wurden die Flächen für den Bereich von Dortmund-Deusen bis zur Mündung bestimmt. Oberhalb Dortmund-Deusen wurden für diese Berechnungsfälle keine Flächen ermittelt, da

  • das Einzugsgebiet hier nur eine geringe Größe aufweist (als BHW ist bis zur Einmündung Rüpingsbach HW50 angesetzt, oberhalb gilt HW20),

  • der Oberlauf der Emscher ab Einmündung des Hörder Bachs als Nebenlauf angesehen wird,

  • z. Z. ca. 90% der Kanalbaumaßnahmen umgesetzt worden sind und der Gewässerumbau bevorsteht (beide Maßnahmen mit großer Auswirkung auf den Hochwasserabfluss) und

  • sich weitere hochwasserwirksame Maßnahmen, wie z. B. Rückhaltebecken in DO-Ellinghausen und DO-Mengede in Planung befinden.

Die Hochwasserereignisse HW200 und HWextrem sollen für den Bereich oberhalb Dortmund-Deusen mit den dann aktuellen Abflussmengen in der nächsten Aktualisierung des HWAP Emscher berücksichtigt werden.

Hinweis: Überflutungsgebiete und potenzielle Überflutungsgebiete für die Nebenläufe der Emscher werden im HWAP Emscher nicht ermittelt.