MASSNAHMENVORSCHLAG BEIM EXTREMEREIGNIS: ÜBERLASTUNGSBEREICHE MIT ÜBERSTRÖMSICHERUNG

Die Berechnungen zum Extremereignis mit Überströmsicherung wurden als ein Berechnungsfall des Extremereignisses durchgeführt. Die Ergebnisse der Berechnung sind im Kapitel "Potenzielle Überflutungsgebiete HWextrem_üs" einzusehen. Der auftretendeSchaden liegt weit unterhalb dessen, der bei einer unkontrollierten Flutung eines Polders(Herne Nord/Schalke) auftreten würde. Es ist zu beachten, dass in diesem Fall die Deiche auf ihrer gesamten Länge nahezu bis an die Krone belastet werden. Die betroffenen Bereiche sind in der Karte "Mögliche Maßnahme beim Extremereignis Deiche mit Überströmsicherung" dargestellt.

Für eine Machbarkeitsstudie sind folgende Punkte zu bedenken und in einer Detailstudie zu untersuchen:

  • Die entsprechenden Überlastungsstellen der Deiche (außer Bereich 3, RHK) müssen überströmsicher ausgebildet werden
  • Die gesamten Deichstrecken müssen wegen des nahezu bordvollen Abflusses besonders überwacht werden
  • Es bleiben besiedelte Flächen im Überflutungsgebiet mit entsprechenden Risiken für die dortige Bevölkerung
  • Die mögliche Kapazität des RHK für Speicherung bzw. Ableitung des Wassers ist detailliert zu prüfen
  • Die ansässige Bevölkerung ist zu informieren und anzuhören

Hinsichtlich der Auswirkungen auf die Hochwassergefährdung beim Extremereignis ist diese Maßnahme –  wenn sie alleine und nicht in Kombination mit anderen ausgeführt wird – am wenigsten zu empfehlen, da eine Gefährdung für Menschenleben aufgrund der noch vorhandenen relativ großen Einstautiefen immer noch hoch ist.